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Unterwegs 2012


29. Dezember - Geplatzte Jahresendreise
Mit gepackten Taschen und voller Reiselust erreichte ich den Stellplatz meines Womos. Schon beim Ankommen sah ich einen Zettel unter dem Scheibenwischer. Schon häufiger hatte ich Visitenkarten von Autohändler gefunden, war also noch entspannt. Aber als ich den feuchten Zettel dann auseinander faltete und erkennen musste, dass es sich um ein Verwarnungsschreiben der Polizei handelte, wich doch die Luft ein wenig aus mir ...
Den Herrschaften war nämlich aufgefallen, dass der TÜV für das Auto im Mai fällig gewesen wäre. Ganz im Gegensatz zu mir, der ich ganz sicher war, dass der kommende Mai das richtige Datum war. Allerdings musste ich mich davon überzeugen, dass meine Meinung keinesfalls die richtige war.
Damit waren aber auch alle meine Reispläne und -gelüste im Winde zerstoben. Dennoch trat ich eine relativ kurze Fahrt voller Frust Richtung Naher Süden an. Stellte aber schon bei Karlsruhe fest, dass ich mit dem Gefühl keinerlei Spaß an einer Reise hatte und kehrte wieder heimwärts.

20. bis 22. November - Nebelflucht in die Alpen
Sonnenschein über 800m war versprochen worden, ich also Tasche gepackt und ab Richtung Alpen. Schon in Degerloch empfing mich ein großes Wolkenloch, doch ab dem Albaufstieg gab es dann wieder Nebel und ab etwa Memmingen kam die Dämmerung dazu. Etwa 10 km vor meinem Reiseziel kamen mir auf der Landstraße zwei PKW entgegen, die mich per Lichthupe alarmierten. Und tatsächlich konnte ich wenig später durch Nebelschwaden Rück- und Warnblinklichter vor mir erkennen. Dazu wendeten auch ein paar Autos und somit schien klar, dass die Strasse hier wohl durch einen Unfall blockiert war. Zum Glück hatte ich vorher eine andere abbiegende Straße gesehen, auf der ich um die Unfallstelle herumfahren konnte; übrigens waren auf dem Weg dann auch zwei Blaulichteinsatzwagen unterwegs. Ich bog dann aber bald ab, aufwärts Richtung Diepolz. Und kaum hatte ich die 800m erreicht, gab es keinen Nebel mehr und ich konnte im letzten Tageslicht den Parkplatz finden.
Einen 21. November mit blauem Himmel und Sonnenschein, den gibt es auch nicht jedes Jahr zu bewundern. Zuerst gab es einen schönen Blick auf den Alpsee bei Bühl, dann Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf bis Lingenau, schon fast in Österreich. Dann ging es tatsächlich eine zeitlang auf österreichischen Straßen dahin, bis ich in Lindenberg meine Nachtruhe fand. Wetterbericht und aufkommene Federwolken hatten schon drauf hingewiesen - in der Nacht tröpfelte es dann leicht auf das Dach. Aber der nächste Tag war dann doch wieder ganz ok, wenn auch nicht ohne Wolken und Nebel. So unterließ ich dann auch einen Abstecher an den Bodensee und fuhr eher nord-westwärts, durch Wangen und Kißlegg und bei Biberach wieder auf die Autobahn gen Asperg.

20. Oktober - Kraichgau
Was für ein Wochenende im Oktober; weit über 20 Grad, da wurde es richtig warm im Auto.
Dazu die Farben des Herbstes und ich mittendrin. Quer durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg und das Heilbronner Land bis zum Siegfriedsbrunnen bei Odenheim.

16. bis 21. September - Mecklenburger Seenplatte
Sonntag, 16.09.2012 – Späte Reise
Eigentlich hatte ich geplant, am Montagmorgen noch ein paar Sachen einzukaufen und dann die Reise zu starten. Doch im Laufe des Sonntagvormittags änderte ich den Plan und begann zu packen. Aber erst am Abend ging es los, um den schlimmsten Sonntagabendausflugsverkehr aus dem Weg zu gehen. Und so kam ich auch ohne Probleme kurz vor Mitternacht auf dem Parkplatz am Jenaer Stadion an, denn den hatte ich mir als Übernachtungszwischenstadion auserkoren.
Montag, 17.09.2012 – Rheinsberg
Trotz der vielen Baustellen war relativ wenig Verkehr zwischen Jena und Berlin. Selbst der westliche Berliner Ring, den ich am Nachmittag erreichte, war problemlos zu befahren. Gegen 16 Uhr traf ich auf dem Parkplatz am Schloss Rheinsberg ein und es folgte ein Spaziergang durch Park und ums berühmte Schloss. Danach folgte die Suche nach einen Übernachtungsplatz, den ich dann in Wesenberg auch fand.
Dienstag, 18.09.2012 – Zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg
Eigentlich hatte ich einen kleinen Stadtbummel im Neustrelitzer Zentrum geplant. Aber leichte Hanglage gepaart mit Kopfsteinpflaster ließen diesen Wunsch schnell vergehen. So ging es also weiter durch die Feldberger Seenplatte vorbei am Kloster Wanzka zum Schloss Hohenzieritz, dessen Park ich mir auch anschaute. Es folgte ein Abstecher nach Alt Rehse, ehemals nationalsozialistisches Musterdorf. In der Mitte ein Schloss und drumherum filmreife Fachwerkhäuschen, das wirkt tatsächlich ein wenig surreal.
Reihenweise lagen Seen aller Größe am Wegesrand und dazu auch Herrenhäuser und Schlösser. Am Abend erreichte ich ebensolches in Ulrichshusen. Und da das Schlossrestaurant geöffnet hatte, gönnte ich mir ein gutes Abendessen, während dessen übrigens der Herbst mit einem Gewitter Einzug hielt.
Mittwoch, 19.09.2012 – Müritz
Von Waren sah ich nur die Außenbezirke, weil ich keine Lust hatte, ins Zentrum zu fahren. Bei Klink konnte ich einen kurzen Blick auf Hotel und Ferienanlage werfen, fuhr aber weiter nach Röbel. Hier parkte ich am Yachthafen und verbrachte einige Zeit auf der sonnigen Promenade direkt am See. In Ludorf gab es eine Oktogonkirche zu bewundern, die einzige ihrer Art in Mecklenburg. An der Badestelle in Rechlin lud mich ein sehr großer Rasenparkplatz regelrecht zum Übernachten ein, aber es war noch viel zu zeitig am Nachmittag und ich nutzte ihn nur zu einer kleinen Pause. Am Abend steuerte ich dann Malchow an, musste ziemlich lange an der Drehbrücke warten, weil der Schiffsverkehr erst einmal dran war. So konnte ich dieses technische Denkmal aber auch in aller Ruhe in Funktion sehen. Etwas oberhalb der Stadt übernachtete ich dann auf einen ruhigen, leere Parkplatz.
Donnerstag, 20.09.2012 – Seen und Schlösser
Zuerst aber im Bogen um den Plauer See herum – von Alt Schwerin bis Plau am See. Dann zum Schloss in Karow, weiter nach Krakow am See und dann zum Klosterdorf Dobbertin. Goldberg am gleichnamigen See und die Dabeler Mühle bildeten dann den nördlichen Abschluss der Tour. 150 km weiter südlich, auf einem kleinen Waldparkplatz direkt am Gülper See in der Nähe von Rathenow fand ich dann meine Nachtruhe.
Freitag, 21.09.2012 – Rathenow bis Asperg
Den letzten Tag verbrachte ich auf der Straße. Auf Landstraßen von Rathenow bis Erfurt und dann auf der Autobahn. Geschafft fiel ich am späten Abend ins heimische Bett.

8. September - Zwischen Backnang und Heilbronn
Spätsommer, also raus. Wieder einmal in den Schwäbisch Fränkischen Wald. Backnang, Sulzbach, Limesturm bei Grab, Wüstenrot, Neumühlsee, Waldenburg (immer wieder wunderbar der Blick vom Balkon Hohenlohes), Neuenstein, Öhringen, Wunnenstein, Aspach und wieder nach Hause als es dämmerte.
Limesturm

24. und 25. Juli - Familienfeier
Zum Achtzigsten des Weiß'schen Familienoberhauptes trafen wir uns alle bei Inge im großen Garten. Bunt geschmückt und großartig vorbereitet wurde es ein tolles Treffen. Auch die Familienteile aus Kaiserlautern und Berlin waren dabei.
Als ich ins Bett fiel, wurde es gerade hell ...

27. und 28. Juni - Schwarzwald
Einmal wollte ich doch den Schwarzwald richtig genießen, ohne Kolonnenverkehr auf den Hauptstraßen, mit freier Fläche auf den Parkplätzen usw. So bot sich doch an, dass ich im Urlaub mitten in der Woche einen Kurztripp an die Österreichreise knüpfte. Und tatsächlich wurden es zwei herrliche Tage.
Baden-Baden, Forbach, Klosterruine Allerheiligen, bis nach Baiersbronn; immer wieder tolle Blicke über die Landschaft. Auf dem Parkplatz hier am Sessellift plätscherte mich ein Brunnen in den Schlaf. Am nächsten Tag ging es durch Freudenstadt und weiter nach Erzgrube, Poppeltal, Enzklösterle, Bad Wildbad und dann doch wieder nach Hause, Gewitter zogen auf ...

19. bis 24. Juni - Im Osten Österreichs
Dienstag, 19.06.2012 – Donau
Wieder einmal hatte ich ganz kurzfristig am Abend vor der Abreise mein Ziel geändert – nicht Frankreich stand nun auf dem Plan, sondern der Osten Österreichs, eventuell mit einem kleinen Abstecher nach Ungarn. An einem Dienstag Mittag erwartete ich eigentlich eine einigermaßen ungestörte Autobahnfahrt. Mein Navi empfahl mir die Tour über Nürnberg und nicht über München und diesmal folgte ich der Order. Aber ich war noch nicht lange unterwegs, da kam die Meldung über eine Vollsperrung bei Crailsheim, großartig. Die empfohlene, weiträumige Umleitung war zwar ohne viel Verkehr, aber durch eine große Baustelle nebst Umleitung sehr zeitraubend. Dennoch bin ich am späten Nachmittag noch erstaunlich gut um Nürnberg herum gelangt, aber Richtung Regensburg gab es dann doch noch einen Stau mit minutenlangem Stillstand – ich kam mir vor, wie auf einer Urlaubsreise :)
Zum Glück hatte ich mir bei Passau am Stausee Oberilzmühle schon einen Parkplatz für die Nacht ausgesucht. Rechtzeitig vor Beginn des EM-Spiels England gegen Ukraine hatte ich mich dort platziert und versuchte die drückende Hitze mit einem kalten Bier zu bekämpfen. 38 Grad im Wohnmobil, da merkte ich, dass mein Kreislauf langsam an seine Grenzen kam. In der Nacht ging es trotz Durchzug auch nur auf 24 Grad herunter.
Mittwoch, 20.06.2012 – Gewitterfront
Im Radio hatte ich schon von Unwettern und Regen gehört, ich hatte die dunklen Wolken aber immer nur im Rückspiegel gesehen, kämpfte nur mit der Hitze. Auch der neue Tag brachte Sonnenschein ... und Unwetterwarnungen für Oberösterreich am Nachmittag und Abend - und da wollte ich ja hin. Aber erst einmal war der Himmel blau. Ich war schon wieder so am Schwitzen, dass ich tatsächlich auf den Morgenkaffee verzichtete und mir lieber ein kühles Getränk zum Frühstück gönnte.
Es dauerte nicht lange und schon war ich in Österreich. Nicht sehr weit von der tschechischen Grenze ging es durchs Mühlenviertel und Waldviertel, wo mich dann doch der erste Regenguss empfing. Die Wachau schickte mir sogar ein paar Hagelkörner, die krachend auf der Frontscheibe zerplatzten. Doch gefährlich war eigentlich nur das Wasser, das in großen Pfützen auf der Straße lauerte; es musste heftig geregnet haben, kurz bevor ich hier entlang fuhr. Als es dann aber abwärts Richtung St. Pölten ging, hatte ich wieder Sonne satt. Doch die Warnmeldungen im Radio wurden nicht weniger und später zogen auch wieder dunkle Wolken heran, so dass ich mich entschied, am Lift bei Lilienfeld am späten Nachmittag schon Stellung zu beziehen. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange, dass das erst noch entfernte Donnergrollen näher kam und die ersten Tropfen fielen.
Donnerstag, 21.06.2012 – Wiener Wald und Neusiedler See
Bis weit nach Mitternacht hatte es geblitzt, gedonnert und vor allem heftig geregnet. Damit gab es aber auch eine sehr willkommene Abkühlung. So etwa gegen 8:30 Uhr traute sich die Sonne auch wieder durch die Wolken und schnell war die stürmische Nacht vergessen – vorerst.
Erstes Ziel war die Basilika Klein Mariazell, ein wiederaufgebautes ehemaliges Benediktinerkloster. Dann vorbei an der Kirche Mayerling, die mit einer ganz besonderen Tragödie verbunden ist Mayerling , weiter zum Stift Heiligenkreuz, dem Reich der Zisterziensermönche. Wie ich meinem Reiseführer entnehmen konnte, stammen von hier die „Singenden Mönche“ die schon bei „Wetten das ...“ zu erleben waren – was ich alles nicht weiss …
Als eigentlicher Höhepunkt des Tages sollte sich aber Laxenburg erweisen. Gleich mit drei Schlössern, aber vor allem auch mit einem großen Park, schmückten die kaiserlichen Herrschaften die kleine Ortschaft südlich von Wien. Die mittägliche Hitze ließ sich im Schatten der alten und exotischen Bäume gut ertragen. Es folgte noch eine große Runde um den Neusiedler See, an den aber kein wirkliches Herankommen war, was ich allerdings schon vorher gelesen hatte. Die Landschaft und auch die Ortschaften erinnerten daran, dass es nur noch ein paar Kilometer bis zur ungarischen Grenze waren, denn der südliche Teil des Sees liegt auf dem Gebiet des Nachbarlandes.
Unwetterwarnungen gab es auch diesmal wieder reichlich und ich hatte schon ab dem Nachmittag dunkle Wolken im Rückspiegel. Also schaute ich mich nach einem hochwassersicheren Platz für die Nacht um und landete so auf einem großen Parkplatz am Familypark bei Rust. Dunkle Wolken zogen schon wieder vorbei …
Freitag, 22.06.2012 – Ungarn und Niederösterreich
Etwas mulmig war mir dann doch beim nächtlichen Beobachten der Gewitter. Ziemlich heftig krachten Blitze nieder und Regen fiel in Strömen. Aber die eigentlichen Katastrophen gab es einige Kilometer weiter in der Steiermark, wie ich am Morgen durch die Nachrichten erfuhr. Gegen 5 Uhr wurde ich dann vom zornigen Fauchen der dem Gewitter folgenden Sturmböen geweckt. Das heulte, zerrte und rumpelte, dass ich lange nicht wieder einschlafen konnte.
Am Morgen hatte sich dann alles wieder beruhigt. Da ich schon kurz vor der ungarischen Grenze war, startet ich den Tag mit einem kleinen Ausflug zum Schloß Esterhazy, wobei auch noch ein Schloss in Nagycenk auf der Strecke lag. Danach ging es wieder zurück nach Österreich, denn Ungarn wird einfach nicht mein Urlaubsland werden. Die Straßen sind schlecht, der Verkehr furchtbar (insbesondere das Überholen bei Gegenverkehr) und landschaftlich Aufregendes gibt es auch nicht wirklich zu erleben.
Weitere Etappen hießen an diesem Tage: Ruine Landsee, Seebenstein (mit einer Burg hoch auf dem Berg), Neunkirchen, Puchberg (mit Blick auf den Schneeberg) und am Ende erreichte ich bei herrlichem Sonnenschein den „Preiner Gscheid“, 1070 m.
Samstag, 23.06.2012 – Steiermark
Mitten in der Nacht kam dann der angekündigte Regen nebst spürbarer Abkühlung, die mir gut tat. Umso überraschter war ich, als am nächsten Morgen der Parkplatz schnell voll war, trotz Regen, Nebel und kühler Temperatur – auch Wanderer scheinen etwas masochitisch zu sein. Ich ließ mir diesmal Zeit, denn erst am Nachmittag sollte es wieder schön werden und fuhr dann westwärts. Bald hörte der Regen auf, die Wolken wurden dünner und es wurde ein wirklich wunderbarer Sommertag.
Durch Mürzzuschlag ging es, Krieglach und weiter nach Veitsch, wo ein gewaltiges, begehbares Pilgerkreuz am Hang prangt. Hinauf zur Brunnalm, dann wieder runter und durch Kapfenberg mit seiner schönen Burg, durch Eisenerz zum Parkplatz „Panoramablick“. Hier schaut man auf den Erzberg, an dem in Terrassen Bergbau betrieben wird und natürlich auch noch auf viel schönere Alpenberge. Lassing, Gästling und Weyer Markt hießen die weiteren Etappen bevor ich kurz nach Waidhofen an der Ybbs abbog Richtung Sonntagberg. Auf 704 m Höhe thront hier eine Wallfahrtskirche über dem Umland. Direkt unter ihr stand ich nun auf dem Parkplatz und blickte weit, weit in die Ferne. Wie in einem Zusammenschnitt der Tagestour sah ich noch einmal die herrlichen Täler zwischen steilen Felsen, die wütenden, braungefärbten Wildwasser in den Schluchten und die strahlenden Gesichter der Touristen, die gerade eine Rafting-Tour überstanden hatten. Auch die beiden Feldmäuse, die geradeso meinen Reifen entweichen konnten, tauchten im Rückblick noch einmal auf. Aber nun – Fußball.
Sonntag, 24.06.2012 – Wieder Gewitter
Am Abend vorher hatte mich die blonde Dame, die auf einem der Fotos zu sehen ist, etwas vom Fußball abgelenkt. Sie machte mit sich und ihrem VW Corrado ein ganz persönliches Fotoshooting. In verschiedensten Positionen ihrer selbst und ihres Wagens schoss sie stundenlang Fotos. Die Gegend, das Abendlicht und der Sonnenuntergang luden ja auch dazu ein.
St. Florian war der erste Zielpunkt, dann südlich vorbei an Linz und in Braunau ging es über Inn und Grenze wieder nach Deutschland. Bald war ich auf der Autobahn und am späten Abend daheim, begleitet immer wieder von Blitz und Donner, aber nur wenigen Regentropfen.

26. und 27. Mai - Pfingsten'12 auf der Alb
Normalerweise bin ich zu den Feiertagen nicht so gerne unterwegs, weil sich dann ganz Deutschland auf den Füßen herumtrampelt. Aber das Wetter war doch zu schön, um daheim zu bleiben. Leonberg, Weil der Stadt, Calw, Nagold und dann Bad Niedernau - die Etappen auf dem ersten Teil der Reise. Hier im wunderschönen Kurpark genoß ich diesen traumhaften Nachmittag, ließ mich von den lautstarkem Chor der Frösche unterhalten, freute mich sehr über die extra lange "Bad Niedernauer Lästerbank", die schönen alten Bäume und das Leben an sich.
Noch war es aber zu zeitig, um schon Nachtquartier zu beziehen und weiter ging die Reise durch Trochtelfingen, dann über viele kleine Nebenstraßen bis ich in Digelfeld auf dem Wanderparkplatz am Wacholderpark stehen blieb und die warme Abendsonne mich endgültig müde machte.
Auch der nächste Tag brachte wieder Sonnenschein und ich tourte quer auf kleinen Straßen auf der Alb umher. An Münsingen vorbei, auch an Nürtingen, führte der Weg dann rund um Stuttgart heim.

26. bis 29. April - Ostschweiz
Donnerstag, 26.04.2012 - Marienschlucht
Kurz vor Mittag ging es los und das erste Ziel war die "Gastankstelle" - zwei neue 11kg-Flaschen ließ ich mir an Bord hieven. Und damit ab auf die Autobahn, um nur schnell noch das Stuttgarter Kreuz hinter mich zu bringen, da hier mittlerweile am späteren Nachmittag schon die Staus beginnen. Und so dann doch auch diesmal; zum Glück für mich aber nur in der Gegenrichtung. So richtig Urlaubsstimmung weckt dann immer der erste Blick auf die schneebedeckten Alpengipfel am Horizont. Das Wetter war toll und sollte auch die nächsten Tage in meiner Zielregion so bleiben; endlich Wärme und freie Tage.
Es war ein Donnerstag und so hoffte ich, dass die Touristenströme noch nicht alle Straßen am Bodensee verstopften. Und ja, es ging noch einigermaßen. Als Ziel hatte ich mir die Marienschlucht am Überlinger See ausgesucht, da es hier einen geräumigen Parkplatz und auch einen weiten Blick über das Schwäbische Meer geben sollte. Der Parkplatz war tatsächlich groß und wunderbar ruhig gelegen, aber die Sache mit dem Seeblick erwies sich als schwieriger. Der eine Weg führte ziemlich steil bergab und der andere hatte immer wieder morastige Stellen, bei denen ich jedesmal fürchtete, stecken zu bleiben und ich schließlich auch umkehren musste. Nur ein Blick durch das Frühlingsgrün der Bäume auf den See konnte ich erhaschen, dafür aber fand ich an einem Weiderand einen ruhigen Platz um noch etwas in der Sonne zu sitzen.
Freitag, 27.04.2012 - Entlang des Bodensees
Gegen 7 Uhr hatte es 11 Grad im Auto. Ich hatte aber extra so geparkt, dass die Morgensonne direkt auf den Aufbau fallen würde und blieb lieber noch etwas im Bett :) Und ab 9 stieg die Temperatur dann auch wirklich schnell an und ich konnte mich zum Frühstück und den anderen morgendlichen Tätigkeiten erheben.
In Konstanz hieß es tanken und dann ging es auch schon über die Grenze in die Schweiz. Bis nach Rorschach blieb ich mehr oder weniger in Sichtweite des Bodensees, aber nichts war da, was mich zum Halten animieren hätte können; die Parkplätze waren voll und verlangten auch nach Bezahlung. Inzwischen war es hier auch richtig warm geworden und so fiel es mir gar nicht schwer, rechts ab Richtung Berge zu steuern. Entlang der österreichischen Grenze ging es steil bergauf. Zahllose Baustellen behinderten das Vorankommen, doch hatte hier der Verkehr deutlich nachgelassen, so dass ich nur einmal wirklich Probleme bekam, als in einer Baustelle auch noch ein Baustellenfahrzeug abgeladen wurde und ich nur durchkam, als die Bauarbeiter die Absperrung abbauten; eng war es trotzdem.
In Brülisau parkte ich am Abend auf einem Schotterplatz mit Blick auf den Hohen Kasten (1794 m), der Aussichtsterrasse des Appenzeller Landes. Ein kleiner Spaziergang folgte und dann widmete ich mich in der Abendsonne John Irving, wobei ich mir eine etwas geschützte Stelle hinter dem Womo suchen musste, weil hier der Fön doch teilweise ziemlich stark wehte. Davor hatte mich der Wetterbericht eigentlich schon am Bodensee gewarnt, nur gemerkt hatte ich bislang nichts davon. Am späten Abend gab es dann auch noch einige recht heftige Böen, die das Womo schwanken ließen. Der schweizerische Wetterbericht kündete daraufhin für den nächsten Tag neben Temperaturen bis 30 Grad auch "Fönsturm" an, na dann.
Samstag, 28.04.2012 - Liechtenstein
In großen Wellen kam der Fön die Berge hinabgerast. Erst ein leises Rauschen, dass immer stärker wurde und dann fing plötzlich das Womo zu schaukeln an. Das dauerte nie lange und dann war minutenlang wieder Ruhe, bis sich irgendwann das nächste Rauschen vernehmen ließ. Es erinnerte tatsächlich ein wenig an die Brandungswellen am Ozean; wirklich beeindruckend. Und dazu war dieser Wind auch noch warm, so blieb es die ganze Nacht auch ziemlich sommerlich. Ab Mitternacht hatte der Fön sich zwar selbst schlafen gelegt, aber schon vor 7 Uhr ging es wieder los. Dafür stand ich aber auch bei richtig angenehmen Temperaturen auf.
Da ich nun schon in der Gegend war, nahm ich mir einen Abstecher nach Liechtenstein vor. Eigentlich hatte ich mich schon auf eine Grenzkontrolle vorbereitet, aber dann bekam ich kaum mit, dass ich schon im Fürstentum angekommen war, nur die beiden Fahnen auf der Brücke ließen mich den Grenzübergang erraten. Am Rande der Hauptstadt Vaduz wacht am Berghang das berühmte Schloss, in dem die Fürstenfamilie wohnt. Ich fuhr weiter Richtung Berge. Auf 1486 m bot der absolut ruhig gelegene Parkplatz Gaflei beste Aussichten und ein kurzes Sonnenbad. Nur ein paar Kilometer weiter verbrachte ich dann in 1600 m den Nachmittag in der sengenden Hitze von Malbun. Aber ich wollte dann doch noch etwas weiter und kehrte zurück in die Schweiz. Der Abstecher auf die Schwägalp war dann zwar interessant, aber nicht ganz nach meinem Geschmack, da hier wilder Trubel herrschte und die Strecke eine beliebte Motorradroute ist; hier war mir alles zu laut und zu voll. 60 km weiter westlich bezog ich dann Nachtquartier am Skilift Fischenthal, herrlicher Blick und 30 Grad am Abend inklusive. Später am Abend zogen dann von Westen die angekündigten Wolkenfelder heran.
Sonntag, 29.04.2012 - Letzter Tag
Heimreise war angesagt: allerdings auch noch mir ein paar kleinen Höhepunkten. Zuerst ging es vorbei am Kloster Ittingen, wo aber großes Touristenchaos herrschte und ich schnell weiterfuhr. In Stein am Rhein überquerte ich Strom und Grenze und konnte so manch schönen Blick auf diese sehenswerte Stadt werfen. Dann passierte ich die Aachquelle, leider auch hier mit einem überfüllten Parkplatz und als letzte Etappe der Reise gönnte ich mir den Hegaublick unterhalb des gleichnamigen Ausflugslokals. Der Rest war dann Autobahn ...

14. und 15. April - Pool-Saarlandmeisterschaften
Endlich passte es mal wieder bei mir mit der Teilnahme an einem der wenigen Billardturniere - "Offene Internationale Pool-Saarlandmeisterschaften für Behinderte" - Billard Leistungs Zentrum in Landesweiler.
Eine schöne Anlage, allerdings mit Schwerpunkt auf Karambol, so dass wir uns mit zwei Pooltischen begnügen mussten. Dafür am Ortsrand ganz ruhig gelegen und mit einem großen Parkplatz, der für die beiden Wohnmobile bestens zum Übernachten geeignet war. Auch die lokale Presse und das saarländische Fernsehen war am Sonntag vor Ort.
Mit meinem Gesamtrang 5 kann ich ziemlich zufrieden sein, wenn auch mein Spiel nicht immer gut war - aber das sagt sowieso jeder nach einem Turnier :)

18. März - Stuttgart-Vaihingen
Ein Besuch meiner neuen Arbeitsstelle inklusive alternative Anfahrtsrouten.
Im Mai werden unsere Büroräume von bisher Feuerbach nach Vaihingen verlegt. Also nutzte ich diesen vergleichsweise verkehrsarmen Sonntag, um mir die Örtlichkeiten vorab mal anzuschauen - nun ja, schön geht anders. Und über den deutlich längeren Anfahrtsweg auf staugeplagten Strecken will ich gar nicht reden ...

26. Februar - Bruchsal
Kleiner Ausflug im neuen Jahr. Kurz vor der großen Kältewelle hatte mein Auto zum Glück eine neue Starterbatterie bekommen und so sprang er nach dieser Winterpause problemlos an und ich entspannte auf einer angenehmen Tour Richtung Bruchsal. Eigentlich wollte ich noch bis zum Rhein, aber das schenkte ich mir dann und fuhr lieber auf Nebenstraßen durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg heimwärts.

12. bis 19. Januar - Große Inspektion
Eine Woche im Mercedes-Haus Asperg. Vorne neue Bremesen, eine neue Starterbatterie, Austausch des Blinkrelais und dann noch die üblichen Sachen, wie TÜV, ASU und Gasdichtigkeitsprüfung. Jetzt konnte eine neue Reisesaison starten.


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