Unterwegs 2008 |
29. November - Hessische Billardmeisterschaften |
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Südlich von Frankfurt - exakt in Dreieich-Sprendlingen - fanden die Offenen Hessischen Poolbillardmeisterschaften statt. Am
Samstag gab es 8-Ball und am Sonntag 9-Ball. Ich hatte mir extra zwei volle Gasflaschen besorgt um in der Nacht nicht zu frieren. Allerdings kam es
dann gar nicht dazu ... Meine Leistung war im Prinzip wie erwartet - gegen die leichten Gegner konnte ich gewinnen, dafür verlor ich gegen die starken Gegner. Eigentlich darf ich ja damit zufrieden sein, denn zwischen den ganzen Vereinsspielern liege ich damit immerhin im guten Mittelfeld - aber wer ist schon einmal mit sich zufrieden ... Am Ende der dritten Begegnung bekam ich mit einem Schlag Schmerzen in der rechten Schulter. Also trat ich nach meinem letzten Match die Heimreise an, um mit Ruhe und Wärme Arm und Schulter wieder zu kurieren, was dann im Laufe des Sonntages auch gelang. |
2. November - Kleine Herbstreise |
| Farben hat der Herbst bei Sonnenschein mehr als reichlich zu bieten. Unter blauem Himmel durch bunte Wälder und geschmückte Ortschaften drehte ich eine große Runde durch die Gegend. Vorbei am Aalkistensee bei Maulbronn weiter nach Knittlingen und ab durch Sternenfels ein Stück über die Schwäbische Dichterstraße. Dann war es auch mal ein Teil auf der Schwäbischen Weinstraße und die Fachwerkstraße war, glaube ich, auch mal dabei ;) Cleebronn, Kirchheim, Mundelsheim und Bietigheim lagen auch noch auf dem Weg, ehe ich am Nachmittag wieder in Markgröningen ankam, rechtzeitig zur aufziehenden Bewölkung. |
4. Oktober - Nachmittagsausflug |
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Nicht das schöne Wetter, sondern einfach etwas Reiselust trieben mich aus meiner 'Höhle'. Regen, Windböen, aber auch Sonnenschein begleiteten mich auf eine Fahrt durch den Fränkisch-Schwäbischen-Wald. Vorbei an Backnang, durch Murrhardt immer in Richtung Schwäbisch Hall nahm ich wieder einmal die Eindrücke dieser wunderschönen Landschaft in mich auf. Und gerade dieses 'durchwachsene' Wetter ließ so manchen Blick besonders eindrucksvoll erscheinen. |
1. bis 9. September - Norditalien |
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01.09. - Anreise bis Oberstdorf Als ich mich endlich auf die Reise machte, war es schon fast 16 Uhr; ich hatte wieder "fleißig gebummelt" u.a. mit einem Besuch im Supermarkt. Dafür verlief die Fahrt dann aber auch völlig problemlos ohne jeden Stau oder auch nur Stocken um Stuttgart herum und die Alb hinauf.
An den Bergen der Alb stauten sich die Wolken und nach der vorher sonnigen Fahrt empfingen mich dann auch bald die ersten Regentropfen. Immerhin
hatte ich so bis nach Ulm immer wieder ein Ende des Regenbogens vor mir, dem ich einfach nur zu folgen brauchte. Eigentlich wollte ich die Nacht auf
den Womo-Stellplätzen am Schwimmbad in Fischen verbringen. Doch als ich dort
ankam, stand schon eine Reihe von Fahrzeugen auf dem Parkplatz und ich
hatte keine Lust, mich da noch irgendwo dazwischen zu pressen. Also setzte ich einfach die Reise Richtung Oberstdorf fort, um beim nächsten Hinweisschild
auf einen Skilift oder ähnliches den nächsten Versuch zu starten.Und derartige Schilder sollten auch gleich mehrere folgen. Ich entschied mich, den Weg zur Skiflugschanze einzuschlagen, da ich dort um die Jahreszeit mit mehr als ausreichend Stellfläche rechnete. Tja und hier fand ich dann auch einen sehr schönen großen Parkplatz allerdings mit Parkscheinautomat! Ich parkte dennoch hier, denn der Platz war einfach zu schön; direkt über einem rauschenden Gebirgsbach mit Blick auf die Hänge und Gipfel hoher Berge. Es dämmerte schon und bald setzte dann auch Regen ein. |
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02.09. - Oberallgäu und Tirol In der Nacht hatte es immer wieder geregnet, doch gegen Morgen dann aufgehört und als ich die Rollos hochzog, erwartete mich strahlend blauer Himmel. Und dazu dieser herrliche Blick auf Bach, Wald und Berge perfekt! Im Laufe des Vormittags fuhr dann aber ein PKW nach dem anderen den Parkplatz an und als ich abfuhr, ging es hier schon ganz schön hektisch zu. Auch am Straßenrand waren ganze Gruppen von Wanderern unterwegs, also höchste Zeit anderen Lebensraum zu finden. So fuhr ich die Strecke zurück bis Sonthofen und bog hier ab nach Hindelang. Eine wunderbare Strecke, dazu herrlichster Sonnenschein, wenn auch weiterhin viel Verkehr. Es folgten enge Serpentinen hoch zum Oberjoch. Hier hatte ich dann aber erst einmal die PKW's hinter mir abgängt ;) Dann ging es hinein ins Österreich Reutte Fernpaß Imst Landeck - Reschenpaß. Übernachtet habe ich dann wieder einmal gegenüber der Bundesstraße am Reschensee. Hier wurde gerade der Straßenverlauf geändert, so dass man leider nicht mehr direkt am Seeufer parken kann. Aber schön ist es trotzdem noch. |
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03.09. - Südtirol und Rabbatal Wieder erwartete mich ein sehr blauer Himmel und schnell heizte die Sonne auch meine Wohnung wieder auf, denn in der Nacht war es kühl gewesen 12 Grad, außen und innen auch nicht viel mehr. Es folgte, wie immer auf Tour, ein ausführliches Frühstück. Dann ging es wieder einmal auf der rechten Seite des Reschensees entlang, auf ziemlich schmaler Straße, so dass ich zweimal nur ganz vorsichtig an entgegenkommenden Fahrzeugen vorbei kam; zum Glück keine Wohnmobile oder ähnliches. Auf der Nationalstraße durch Südtirol war wie immer sehr viel Verkehr und davon ging ein großer Teil auf deutsche Autofahrer. Deshalb konnte ich die
herrliche Landschaft auch gar nicht wirklich genießen, viel zu sehr war die Aufmerksamkeit durch Autos, Ampeln, Radfahrer, Fußgänger und Ortsdurchfahrten
in Anspruch genommen. Vorbei an den Straßen in die verschiedenen Seitentäler, die ich fast alle bei meiner letzten Südtirol-Reise besucht hatte, führte
der Weg nach Meran und weiter gen Bozen. In Fondo machte ich einen Abstecher zum Lago di Smeraldo. Aber das lohnte sich nicht so recht, ein ziemlich
kleiner See am Rande der Stadt und somit natürlich auch gut besucht. Allerdings, wenn man die Straße am See vorbei noch weiterfährt, finden sich einige
gute Plätze zum Übernachten. Doch ich war noch zu früh dran und suchte mir ein neues Ziel und das sollte dann das Rabbatal werden.Als ich dann schon von weitem die Einfahrt in das Tal sah, schwante mir nichts gutes, denn ausgerechnet da hingen tief die dunkelsten Wolken. Und so war es dann auch, die ersten Regentropfen empfingen mich gleich bei der Einfahrt. Dafür schien diese Gegend bei den deutschen Touristen eher nicht bekannt zu sein, denn hier sah ich fast nur italienische Kennzeichen. Der Regen hörte wieder auf, doch die dunklen Wolken hingen drohend über den Bergen, so dass ich leider keinen Blick auf die ganz großen Gipfel der Ortler-Gruppe erheischen konnte. Am Ende des Rabbatals sperrte eine Schranke die Weiterfahrt für alle Fahrzeuge, rechts war ein Parkplatz, der durch Balken nur für PKW nutzbar war und links ging es wohl zu einem Womo-Stellplatz, denn da standen schon eine Reihe davon. Doch schien das ein kostenpflichtiger Platz zu sein und da ich vorher schon abseits der Straße einen Waldweg entdeckt hatte, in dem ausreichend Platz zum Parken vorhanden schien, drehte ich um und parkte hier mein Auto. Kaum stand ich, begann es zu regnen und das dann aber mal richtig kräftig. Später kam dann doch noch einmal die Sonne durch und ich konnte auch noch kurz einen Blick auf einen der 3000er werfen, um den aber weiter Wolkenfetzen strichen. Und mit der Dämmerung kam dann erneut der Regen. |
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04.09. - Tonale-Pass und Danonetal Schlingernd wühlte sich der große Wagen am Morgen aus dem aufgeweichten Waldboden. Der Regen hatte irgendwann in der Nacht aufgehört und auch am Himmel gab es einige blaue Flecken zu sehen. Es ging durch das schöne Rabbatal abwärts und bei Male wieder auf die 42 (Wie war doch gleich die Antwort?). Im dichten Verkehr und bei angenehmen Wetter führte die Reise gen Westen in Richtung immer höher aufragender Berge. Als die Straße dann steiler bergauf führte, wurde sie auch schmaler und auch die Wolken wieder dichter. Dennoch gab es immer wieder atemberaubende Blicke auf die gewaltigen Gipfel und auch auf die Dächer der Ortschaften zu bewundern. In 1886m Höhe stand ich dann auf einem großen Parkplatz gegenüber dem Kriegerdenkmal auf der Passhöhe, das Außenthermometer zeigte 11 Grad, deshalb war hier wohl auch relativ wenig los. Denn die Passhöhe 'zierte' eine ganze Stadt mit unzähligen Geschäften, Pizzerien und Ramschläden und wurde auch noch von einigen Hochhäusern 'veredelt'. Also dauerte meine Rast hier nicht wirklich sehr lange und ich fuhr wieder zurück. Im Gebirge ist das oft sehr interessant, die gleiche Strecke auch bergab zu nutzen, es sieht fast alles ganz anders aus. Also die SS42 wieder zurück und in Dimaro dann ab gen Süden. Und gleich ging es den nächsten Pass hinauf, diesmal durch sehr waldreiche Gegend und den größten Teil davon hinter einem LKW, der mir allerdings die Sorge nahm, dass der Gegenverkehr wie so oft kurvenschnippelnd bei mir Angstschweiß produzierte. Oben auf dem Campo-Carlo-Magno-Pass bog der Truck auf einen Parkplatz ab und ich hatte abwärts freie Fahrt. Gelegentlich kam jetzt schon der Gedanke auf: 'Na, so langsam reicht es dann mal mit den Pässen und den Kurven.' Doch dann kommt man um eine Kurve und der Blick wird frei auf Täler und im Sonnenschein leuchtende Berge, da ist dann alles wieder bestens.
Da die Beschreibungen im Womo-Reiseführer zweier folgender Seitentäler mich nicht wirklich überzeugten (wer will schon Eintritt bezahlen, wenn er ein
Tal befahren will), entschied ich mich spontan für das nächste, nicht beschriebene, das Danonetal.Und diesmal hatte ich einen echt guten Riecher. Mit einem Schlag waren die Touristen verschwunden und es ging 25 km bergauf. Durch kleine Orte und zwischen mächtigen Felsen hindurch, durch enge Tunnel, bei denen ich immer nur hoffte, dass kein Gegenverkehr auftauchen würde. Die Landschaft nahm immer mehr Hochgebirgscharakter an. Vorbei an einem ersten kleinen Stausee schraubte sich der Weg immer steiler aufwärts und mit immer schöneren Anblicken wurde ich belohnt. Mitten in einer Kurve tauchten dann fünf völlig gelassene braune Pferde auf, durch die ich mich im Slalom wand. Kurz danach öffnete sich das felsige Tal und gab eine große Wiese mit einem kleinen See und einem Pferdehof frei. Doch ich fuhr weiter bergauf, wollte bis ans Ende der Straße, zu einem zweiten Stausee. Den erreichte ich dann auch auf etwa 1800 m, aber der See und auch die kleine Gaststätte konnten mich nicht zu einem Aufenthalt überzeugen und ein Hinweisschild zu einem Parkplatz zeigte auf einem derartig steilen Weg, dass selbst ich mir das nicht anttun wollte. Ausserdem hatte die Wiese weiter unten sich schon fest in meinem Hirn eingebrannt. Und da bezog ich dann auch Quartier und konnte jetzt erst wirklich erkennen, welch malerischer Fleck das war. Beschreiben lässt es sich nicht, vielleicht zeigen die Fotos ein wenig davon. Ich war sofort begeistert und startete eine erste kleine Wanderung. Diese Stille nur das leichte Rauschen des Baches, der den kleinen See speiste, war zu hören. Dann brummte eine riesige schwarze Libelle um mich herum. Ganz selten war ein Auto zu hören, nur der Jeep vom Pferdehof raste gelegentlich mit Vollgas über den Schotterweg da hatte einer richtig Spaß. Später kamen dann die Pferde auf dem Weg zum Stall an mir vorbei. Eine ganze Herde mit kleinen Fohlen und einem jungen Hengst, der mich sehr empört anschaute, mehrmals aufgeregt wieherte und mit dem Hinterhuf aufstampfte. Also bewahrte ich einen Mindestabstand und schoß ein paar Fotos aus der Entfernung. Auch als mit der Dämmerung wieder der Regen einsetzte, ließ mich das nicht an der Schönheit dieses Flecken Erde zweifeln und ich saß mit einem Glas Rotwein bewaffnet hinter dem Lenkrad um das Bild so lang als möglich zu genießen. |
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05.09. - Horsewatching Nichts-Tun, oder besser, Nicht-Fahren, war angesagt. Dieser Ort ist einfach zu schön, um nicht einen ganzen Tag vom Morgen bis zu Abend das Licht, die Berge, die Wolken, die Tiere und ein paar Touristen zu beobachten. Allerdings hatte es die ganze Nacht mal stärker mal schwächer geregnet und das hörte erst am Vormittag auf. So blieb ich lange im warmen Bett liegen, denn es war auch ziemlich kalt 12 Grad in and out. Doch so gegen 10 Uhr verirrte sich ein einzelner Sonnenstrahl durch die Dachluke und das war dann das Signal zum Aufstehen und zu einer deutlichen Wetterbesserung. Und die Sonne schaffte es dann auch, die Luft angenehm aufzuwärmen. Den Tag verbrachte ich dann wirklich zum größten Teil damit, die Pferde zu beobachten. Sie waren über das Gelände rings um den Teich in kleinen Gruppen verstreut und grasten. Wunderbar anzuschauen diese Innigkeit zwischen den Fohlen und ihren Müttern, immer wieder suchen sie körperliche Nähe. Mal schubst die Mutter ganz vorsichtig das Kleine mit ihrer Nase an, mal legt das Fohlen seinen Kopf an die Flanke oder auf den Rücken der Stute. Ein etwas älteres Jungpferd war schon allein unterwegs und machte immer wieder Unsinn. Mal stand es einfach da und wieherte, dann trabte es zu den kleineren Fohlen und versuchte diese wohl zum Spielen zu animieren. Diese blieben aber lieber bei ihren Müttern und so tollte der Kleine allein herum. Das ging dann auch mal im Galopp, mit den Hinterhufen ausschlagend, über die halbe Wiese.
Als sie einmal wieder ein meiner Nähe waren, öffnete ich die Tür und eines der erwachsenen Pferde sah das und kam neugierig angetrottet. Vorsichtig, aber
keineswegs ängstlich kam es heran. Begutachtete erst einmal den kleinen Teppich auf der Eintrittsstufe und versuchte diesen abzugrasen. Ich redete es
freundlich an und es hob den Kopf, so dass ich es zwischen den Augen streicheln konnte, danach beschnupperte es noch meinen Rollstuhl ehe es weiter ging zur
nächsten Rasenstelle.So zogen sie den ganzen Tag um den See herum, auch immer mal wieder direkt an meinem Auto vorbei. Kurzzeitig tauchte auch ein schwarzer Esel auf, weiter enfernt lagen Kühe auf der Wiese. Inzwischen war auch ein italienisches Wohnmobil vor Anker gegangen, in dem sich wohl mehrere Generationen befanden. Gelegentlich hielt auch mal ein PKW und die Insassen sahen sich dieses interessante Tal an, machten ihre Fotos und waren dann wieder weg. Das Wetter könnte man eher durchwachsen nennen. Zwar konnte die Sonne immer mal wieder zwischen den dunklen Wolken durchblicken, aber es gab auch ein paar kurze Regenschauer und vor allem begann es schon zeitig abzukühlen. Und so liess ich in dieser Nacht zum ersten Mal die Heizung ein wenig laufen. |
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06.09. - Baumeln lassen Diesmal stand ich zeitiger auf, da ich gut geschlafen hatte und blauer Himmel durch die Dachluke blinzelte. Das es immer noch ziemlich kühl war, störte mich gar nicht so sehr und bald kam auch die Sonne und wärmte den Wagen auf. Schon während des Frühstückes war deutlich mehr Leben im Tal zu spüren, tja es war Samstag. Und diesmal sollte sich diese Idylle von einer anderen, aber auch interessanten Seite zeigen. Ich hatte kurzfristig beschlossen, noch einen Tag
länger hier zu bleiben, vor allem weil ich befürchtete am Samstag Abend keinen besser geeigneten,
halbwegs ruhigen Stellplatz zu finden. Und es gab auch wieder viel zu sehen. Einmal das Tal selbst, wie es im Sonnenlicht lag. Dann die verschiedenen
Wochenendausflügler, die meist nur kurz zum Picknick halt machten. Später zogen die Pferde wieder direkt an mir vorbei und lösten die Raststätte eines
jungen Pärchen auf, indem sie es so lange belästigten, um Leckerein bettelnd, dass die beiden, nach der anfänglichen Begeisterung aufgaben und zurück ins
Auto marschierten.Später beobachtete ich an der gegenüberliegenden Seeseite wie ein Freeclimber an einem großen Felsbrocken das Klettern an einem Überhang trainierte. Was soll ich sagen? Es gelang ihm nicht wirklich. Und jetzt verstand ich endlich auch, weshalb ich hier schon andere junge Leute mit so großen, rechteckigen Matten auf dem Rücken gesehen hatten. Diese Matten legten sie beim Klettertraining dort auf den Boden, wo sie etwas schwierig ausprobierten. Später wurden die Pferde mittels Jeep zum Hof zurück getrieben und kurz danach trottete eine berittene Kolonne durchs Tal. Nach den Touristen waren dann noch zwei geübte Reiter unterwegs und das war toll anzuschauen, wie die im Galopp die Pferde auch die Hügel hochjagten. Andere Leute versuchten sich beim Angeln. Ich konnte aber nirgends einen Erfolg sehen. Ich saß dann mit einem Buch in der Sonne, aber bald zogen wieder dichtere Wolken heran und sofort wurde es deutlich kühler. Also verzog ich mich nach drin und genehmigte mir einen Kaffee. Wie an den Abenden zuvor kam kurz vor der Dämmerung wieder der Regen. Mit dem Regen hielt ein Jeep neben mir und drei Männer packten ihre Campingsachen aus. Der Regen störte sie scheinbar gar nicht, sie hatten ja auch die entpsrechende Ausrüstung dabei. Voll beladen zogen sie auf die andere Seeseite zu einem kleinen Plateau direkt am Ufer und bauten dort Zelt und andere Ausrüstung auf. Kurz darauf wurde es dann um mich herum richtig laut. Mit Geschrei und Gehupe traf nach und nach eine ganze Horde Jugendlicher ein, die wohl auch vorhatten, ihr Lager aufzuschlagen. Und sie waren noch gar nicht lange aus ihren Autos heraus, da öffnete der Himmel aber richtig seine Schleusen. Die einzigen beiden hübschen Mädchen stiegen in ihren Alfa und düsten davon. Überraschenderweise blieben die Jungs aber da und bauten direkt neben den Autos ein Zelt auf, liefen dann aber alle in die ganz entfernte Ecke des Tales, aus der sie auch erst am Vormittag des nächsten Tages wieder auftauchten. Der Regen war zeitweise so stark, dass alle Lagerfeuer erloschen. Doch später liess er wieder nach und in der Nacht spiegelte sich das flackernde Licht geheimnisversprechend auf der ruhigen Oberfläche des Sees. |
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07.09. - Idro-, Ledro- und Gardasee Der Sonntag begann kalt und mit viel Regen. Und diesmal wurde das auch lange nicht besser. Selbst die wetterharten Camper auf der anderen Seeseite gaben auf und packten zusammen. Und dennoch kamen immer wieder Ausflügler ins Tal, um zu schauen zu wandern oder nur zu rasten, wobei letzteres wegen des Regens dann auch oft im Auto geschah. So nahm ich dann ein wenig wehmütig Abschied, doch andererseits freute ich mich schon auf den Abstieg ins Tal, in wärmere Gefilde, von der Kälte hatte ich erst einmal genug. Und so ging es dann durch Regen, Wolken und Nebel abwärts, immer in der Hoffnung, möglichst wenig Gegenverkehr zu haben. Neues Ziel war der Idrosee und tatsächlich wurde dann auch im Tal langsam das Wetter besser und die Temperatur stieg. Als ich dann auch noch eine Palme am Wegesrand entdeckte,
fühlte ich mich doch gleich viel besser. Den Idrosee sah ich mir von oben an, verschmähte aber den eigentlich gut gelegenen
Parkplatz und fuhr weiter, geleitet vom Navi, Richtung Ledrosee. Und diesmal sollte mir das Navi aber mal richtig Blödsinn treiben, am Ende ein Umweg von
sicher 40 Kilometern. Ich hatte mich zwar schon gewundert, weshalb der Kompass immer wieder Richtung Süden zeigte, aber da ich laut Navi das Danonetal
durch einen Fluss durchquert hatte und nicht auf der Straße, wunderte es mich erst nicht so sehr. Doch als ich dann am Gardasee ankam und nicht wie
gewünscht erst am Ledrosee, war ich ziemlich erbost über das Fräulein in dem Kästchen.Ich fuhr dann dennoch weiter zum Ledrosee und der zeigte sich auch als kleines Schmuckstück. Allerdings gab es wieder einmal keine wirklich geeignete Parkmöglichkeit und dazu waren Unmengen von Touristen unterwegs, also nicht so ganz mein Ding. Mein Versuch, den See auf der anderen Seite zu umrunden endete kurz vor Ende der Tour an einer Baustelle also alles auf Anfang. Dann zurück nach Riva und ab gen Norden. Bergauf und bergab, mal auf 1100 Meter und dann wieder auf 400 Meter, so ging das die ganze Zeit. Und was am allerschlimmsten dabei ist, sind diese furchtbaren Kurvenschnippler. Selbst wenn sie fast nur im Schneckentempo unterwegs sind, es wird jede Kurve geschnitten und wenn ich dann mit meinem großen Gefährt auch gerade in dieser Kurve auftauche, wird es oft sehr eng, ein Erschrecken und ein Blick mit der Mischung aus Oh, das wird knapp. Aber was muss das große Ding auch gerade hier lang fahren, dufte ich mir dann immer wieder ansehen. Als Ziel hatte ich mir dann den Molveno-See ausgesucht. Doch der zeigte sich als ziemlich unfreundlicher, da nicht mit Parkmöglichkeiten versehener Stausee zwischen steilen Felswänden. Nun ging es langsam gegen Abend und natürlich, wie das dann immer ist, gab es mit einem Schlag überhaupt keine Stellen mehr, die für eine Übernachtung in Frage kamen. Dazu kam dann noch ein Stau, den ich auf kleinen Straßen zwischen Apfelplantagen umfahren konnte, um dann genau unterhalb der Unfallstelle Motorrad und PKW, mit vollem Einsatz von Polizei und Feuerwehr zurück auf die Hauptstraße kam. Nun wurde es aber ernsthaft dunkel und ich stellte mein Auto auf den ersten besten Parkplatz am Rande der viel befahrenen Straße ab. |
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08.09. - Tarscher Alm Zum Glück war es dann aber gar nicht so laut in der Nacht, wie ich befürchtet hatte. Und dazu wurde ich dann von herrlichsten Sommerwetter begrüßt, das diesmal auch den ganzen Tag mit blauen Himmel durchhielt. Dieser Tag war die erste Etappe auf der Heimreise und ich fuhr nordwärts durch das Trentino. Nach Überquerung des Gampenjoch zwischen Fondo und Meran
bot ein kleiner Parkplatz einen herrlichen Blick auf Etschtal und die Berge ringsum. Und dann
ging es weiter nach Südtirol und somit in 'bekanntes Gebiet'.Da das Wetter so wunderschön war, suchte ich mir bei der Tarscher Alm schon am zeitigen Nachmittag einen Stellplatz und saß mit einem Buch in der Sonne. Später bekam ich dann noch Besuch von zwei weiteren Wohnmobilbesatzungen aus Deutschland. Die Anreise zu diesem schönen Stellplatz ist schon ein wenig abenteuerlich. Enge Gassen, steil bergauf und immer mit einem Blick um mehrere Kurven voraus. Wenn man dann aber oben sieht, dass es sogar eine Bushaltestelle an der Seilbahnstation gibt, dann ist das umso erstaunlicher. Am Abend kühlte es dann so stark ab, dass ich tatsächlich die Heizung laufen lassen musste. |
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09.09. - Heimreise Und noch ein Tag Sonnenschein sollte meine Heimreise leiten. Erstaunlich wenig Verkehr auf dem Weg über den Rechenpass. Tanken in Österreich war dann natürlich Pflicht bei deren Spritpreisen. Hier war dann schon deutlich mehr los auf den Straßen, doch dennoch ging die Reise völlig problemlos vonstatten und ich konnte die Alpen samt Zugspitze ohne jegliche Wolken bewundern. Erst als ich mich Baden-Württemberg näherte, zeigten sich in der einbrechenden Dämmerung einige Schleierwolken, die dann auch für die nächsten Tagen schlechteres Wetter ankündigten. Aber da war ich dann ja schon daheim. |
16. und 17. August - Nordvogesen |
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Schönes Augustwetter ließ mich mal wieder eine Reise in den Elsass antreten. Über Lauterbourg und Wissembourg führte mich die
Reise zuerst an den Rand von Climbach. Auf dem Parkplatz bei der Kapellenruine legte ich eine kurze Rast ein, ehe es weiterging zur Burg Fleckenstein.
Vom großen, mehretagig angelegten Parkplatz, gab es leider keinen Weg für mich zur Burg und so setzte ich meine Reise fort, bis zu einem sehr schönen, ruhig
gelegen Parkplatz bei der Ruine Wasigenstein. Hier blieb ich dann auch gleich über Nacht und konnte auch wunderschön die Mondfinsternis betrachten. Der Sonntag führte mich kreuz und quer durch die Gegend, mit einem Abstecher zur Verteidigungsanlage Four à Chaux. Über Drachenbronn weiter in eines der schönsten Dörfer Frankreichs (steht am Ortseingang und stimmt auch) Hunspach nach Seebach und zum Abschluß folgte noch ein Abstecher an den Rhein. |
2. und 3. August - Geburtstagsfeier in Eppingen |
Drei Geburtstage innerhalb der Basketballmannschaft gleichzeitg waren zu feiern. War klar, dass das
entsprechend organisiert werden musste. Und so gab es eine ausgiebige Feier auf dem Firmengelände der Gumperts in Eppingen. Viel totes Fleisch und diverse Arten von Alkohol wurden
vor dem Verderben "gerettet". Als gegen 5 dann auch die Letzten endlich ins "Bett" fielen, dämmerte es schon am Hoirzont.Das gegen 9:15 Uhr an meine Tür geklopft und ich zum Frühstück aufgefordert wurde, habe ich dann dem Boten doch nicht persönlich genommen ;) - na ja, vielleicht war ich auch nur zu langsam ... |
19. und 20. Juli - Am Neckar |
Ohne konkretes Ziel trieb es mich etwas südwärts, um den dunklen Wolken zu entfliehen. Nicht weit hinter Horb tauchte ein
Hinweisschild zum Kloster Kirchberg auf. Tja, und da ich nichts besseres vor hatte, folgte ich ihm also. Die Straßen wurden schmaler, der Verkehr hatte
schon vorher deutlich nachgelassen und alsbald ging es dann links ab zum Kloster. Sehr ruhig gelegen, sehr gut
erhalten und von einer überschaubaren Zahl von Touristen besucht, verbrachte ich einen sehr schönen Nachmittag - ich denke und hoffe, dass die Fotos
dies bezeugen.Auf der Anfahrt hatte ich schon am Fuße der Berge eine ruhigen Platz am Waldrand gesehen, denn ich dann auch zur Übernachtung nutzte. Gegen 21:30 Uhr prasselte dann ohne Vorwarnung ein heftiger Regenguß aufs Blechdach und auch in der Nacht gab es noch einige Schauer. Der nächste Morgen begrüßte mich dann aber wieder mit Sonnenschein. Es folgte noch ein kurzer Abstecher zur Wehrkirche in Bergfelden. Da gab es aber für mich leider keine Möglichkeit ein Foto zu schießen. Danach fuhr ich dann bei schönen Wetter wieder Richtung Asperg. |
30. Juni bis 4. Juli - Ostfries-, Ems- und Münsterland |
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30.06.2008 Anreise Die Hitze im Süden war schon kaum noch zu ertragen, also war der Plan klar ab nach Norden, Richtung Nordsee. Tatsächlich startete ich dann gegen 21:45 Uhr ab der Tankstelle Markgröningen nein, über Spritpreise lohnt es wirklich nicht zu reden. Was ich aber nicht ganz bedacht hatte in der Nacht ist es auf den meisten Autobahnen kaum noch möglich, mal eine kurze Pause einzulegen. Was sich auf den Parkplätzen und Rasthöfen abspielt, ist manchmal wirklich lebensgefährlich. Überall stehen LKW, selbst in den Auf- und Ausfahrten, mal beleuchtet, mal mit Warnblinklicht, mal dunkel oder auch mal in der zweiten Reihe der helle Wahnsinn. Schön bei Nachtfahrten ist dann immer der Moment, wenn der Himmel ganz langsam anfängt heller zu werden. Diesmal war das schon gegen 4:30 Uhr, dann spürt man auch die Müdigkeit nicht mehr so. Aber gegen 6 Uhr ich war inzwischen kurze nach Bremen Richtung Wilhelmshaven auf einen sehr ruhigen Autobahnabschnitt abgebogen, steuerte ich dann doch einen Parkplatz an, um etwas länger zu ruhen. |
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1.07.2008 Urwald und Wattenmeer Aber 9 Uhr war es dann schon wieder vorbei mit meinem Schlaf. Und nun steuerte ich das erste wirkliche Ziel meiner Reise an den Urwald bei Neuenburg. Ein völlig sich selbst überlassener Wald, in dem nur die Wege in Stand gehalten werden na ja, so heisst es zumindest. Ich also los. Zuerst auf einem breiten, geschotterten Weg, den Wald zu meiner Rechten. Dann bei einer günstigen Gelegenheit aber ab direkt hinein in den Wald. Und das war wirlich eindrucksvoll. Baumriesen, lebendige und gestürzte, halbtote und vermodernde und überall immer wieder aufkeimendes Neues. Wenige Touristen
waren
unterwegs, man grüßte sich und weiter hinein ins Grüne. Der Weg wird immer schmaler. Über Wurzeln holperte ich dahin, Brennesseln säumten eng den Pfad und
irgendwann war Schluß. Ich kam zwischen den toten Stämmen nicht mehr durch und musste umkehren. Aber auch dann fand sich noch eine Alternative und
ich brauchte nicht den gleichen Weg zu benutzen, wie vorher. Soll ich jetzt etwas über die netten Schwellungen an meinen Armen und sogar im Gesicht
schreiben?Nach diesem tollen Erlebnis ging es aber nun doch in Richtung Wattenmeer, das ich dann bei Harlesiel auch das erste mal kurz sehen konnte. Doch hier war alles überlaufen, keine freien Parkplätze und ich fuhr weiter die Küste entlang. In Neuharlingersiel konnte ich dann fast direkt am Meer parken und machte eine weiteren Ausflug. Ich durfte Anblick und Geruch des Wattenmeeres in vollen Zügen genießen und dazu natürlich eine sehr steife Brise, so daß von der Hitze hier oben nicht so viel zu spüren war. Nach Betrachtung des Wattenmeeres führte mich mein Weg in den kleinen Hafen des Städtchens. Und da gönnte ich mir dann auch ein leckeres Fischbrötchen. Und wie ich da so saß, das Brötchen in der linken Hand, den Blick auf die Fischkutter gerichtet, spürte ich plötzlich einen heftigen Schlag in meiner Linken. Mein Kopf schoß herum und ich konnte noch erkennen, wie eine dieser riesigen grauen Möwen entschwand. Das Monster wollte mir doch glatt den Fisch aus der Hand klauen und hätte das auch gut geschafft, wenn ich es nicht so fest im Griff gehabt hätte. Aber was für ein Schock für mich ich muss unbedingt meine Einstellung gegenüber dieser Vogelart neu überdenken. Denn das Tierchen war ja noch nicht fertig mit mir. Da ich nun meine 'Beute' gut abschirmte, war ein Überraschungsangriff nicht mehr möglich und so setzte es nun auf die Mitleidstour. Ganz vorsichtig, Schrittchen für Schrittchen, kam es auf mich zu und blickte mich immer wieder verschämt an, so als wollte es sagen: 'Nein, ich war das nicht, das war die da ... Doch von mir gab es kein Krümelchen mehr, lieber hätte ich alles in die Tonne geworfen, so erschrocken war ich noch immer. Auf dem Foto vom Hafen ist im Vordergrund eine Möwe zu sehen und ich bin mir sehr sicher, dass das genau das Exemplar ist, dass nach meinem Leben (oder meinem Brötchen) getrachtet hatte. Die Nacht stand ich auf einem schönen Wiesenplatz, den ich bisher nur mit zwei anderen Womo-Besatzungen teilen musste. Dazu durfte ich dann noch das Können der angehenden Straßenfußballer des Ortes bewundern, die aber schon bald nach Hause gerufen wurden. |
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2.07.2008 Deich, Holland, Dollart Diesmal war ich relativ zeitig wach, da ich ja auch sehr früh ins Bett gekrochen war. Was ja auch kein Wunder war, nach dem wenigen Schlaf am Tag vorher. Und so ging es dann los, immer am Deich entlang, bis ich dann auch eine Stelle fand, wo ich mein Auto abstellen und den Deich erklimmen konnte. Hier war das Wattenmeer diesmal voller Wasser, der Deich voller Schafe und das Gras voller Marienkäfer. Das fiel mir allerdings erst viel später auf. Erst stand ich oben auf dem Deich und überblickte die Landschaft. Dann fiel mir das Gebrumm von Insekten auf und dann sah ich sie, die Invasion der Käfer. Auf dem Weg kamen sie auf mich zu gekrochen, in der Luft jagten sie staffelweise heran und bald war Rolli und ich übersät mit den kleinen roten Kobolden. Beim Rückweg erst sah ich dann, dass das Gras nicht irgendwelche Blütenstände trug, sondern dass es voll der Käfer war. Ich sah auch,
dass sich einige Schafe ganz dicht an das Gatter neben meinem Wohnmobil drückten, um das bisschen Schatten zu nützen, dass dieses hier
spendete. Aus der Nähe gesehen, keuchten sie wirklich erbarmungswürdig, vor allem die, die noch nicht geschoren waren. Dann führte meine Reise um den
Dollart herum und später auch nach Holland. Wieder beeindruckend die wunderschönen Landhäuser entlang der Straßen. Ob klein oder groß, Hütte oder Villa,
wunderschön gepflegt, mit tollen Anlagen drumherum.Danach machte ich einen Abstecher an die Transrapidstrecke, aber das war nicht gerade beeindruckend, denn diese Betonanlagen sind nicht wirklich eine Verschönerung der Landschaft. Und ausklingen liess ich den Abend mit ein wenig Kultur Schloß Clemenswerth in Sögel. Erkundung von Park und Teichen war Pflicht und als Belohnung gab es im Schloßkeller frische Pfifferling mit Semmelklößen und Pils. Damit war ich gestärkt und konnte die vorhergesagten Gewitter in Ruhe erwarten, da ich hier am Schloß auch einen netten, schattigen Parkplatz vorfand. |
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3.07.2008 Emsland und Münsterland Lange hatten mich dann die Gewitter davon abgehalten, ins Bett zu gehen. Fasziniert schaute ich mir immer wieder an, wie die Promenade zum Schloß und der mittlere Pavillon hell erleuchtet wurden. Einige Blitze sah ich, die weiter hinten zur Erde stießen, aber der Donner war immer recht spät dran, also in meine Nähe kamen sie nicht wirklich und auch der Regen war zwar stark, aber keinesweges unwetterartig. Weiter ging es dann am Vormittag in Richtung Cloppenburg. Hier folgte nun eine kleine Wanderung durch den Urwald Baumweg. Auf Grund vieler alter,
seltsam gekrümmter
Eichen trägt er den Beinamen Hexenwald völlig zu Recht.Ein kurzer Regenschauer mitten im Wald konnte mich nicht erschrecken, da ich damit bereits gerechnet hatte, ausserdem schafften es nur ganz wenige Tropfen durch das dichte Blätterdach. Schlimmer schien mir da zu sein, dass nun wohl das angesagte Tiefdruckgebiet eingetroffen war und ich mit miesem Wetter rechnen musste. Aber erst einmal war es zwar bewölkt, doch trocken und ich setzte meine Fahrt Richtung Süden fort. Auf stark befahrenen Straßen ging es durch Osnabrück, Bad Iburg und vorbei an dessen Schloß und später auch durch Münster. Hier bog ich dann ab zur Burg Hülshoff, doch irgendwie machte die keinen einladenden Eindruck auf mich und nun setzte auch der Regen ein. Nächstes Ziel war das Wasserschloß Sende, das ich aber nicht fand! Keinen Wegweiser fand ich und auch Abstecher auf kleine Nebenstraßen brachten keinen Erfolg. Weiter also Richtung Lüdinghausen zur Wasserburg Vischering. Und hier auf dem großen, fast leeren Parkplatz endete der Tag. Aber bei Dauerregen ohne weiteren Ausflug, nur mit der Hoffnung, dass am Morgen vielleicht das Wetter besser sein würde. |
4.07.2008 Burg Vischering und Heimreise
Und tatsächlich hörte der Regen in der Nacht auf und ich konnte die Wasserburg doch noch besichtigen.
Danach ging es weiter Richtung Süden, nun hatte mich auch das "Heimkehrvirus" erwischt und ein heftiger Hagelschauer, der mich traf, als ich gerade eine
kleine Kaffeepause machte, überzeugte mich dann vollständig von dieser Idee. In Hessen wurde das Wetter dann zwar besser, aber nun war die Entscheidung
schon gefallen und das herrliche Wetter, das mich in Baden-Württemberg empfing, liess mich nur noch auf ein angenehmes Wochenende freuen.Und so war ich dann gegen 22 Uhr daheim. |
24. Mai bis 27. Mai - Westschweiz/Jura |
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24.05.2008 Anreise A81 Richtung Singen, vorher ab nach Blumberg. Kurz über die Grenze in die Schweiz, doch schon bald wieder zurück in BW. Immer wieder Regen, es wird auch immer kühler. Mäßiger Verkehr, die Entscheidung, erst am Samstag zu fahren, schien somit die richtige gewesen zu sein.
Durch das Klettgau nach Waldshut-Tiengen, dann kurzer Stau am Grenzübergang. Der schweizerische Zöllner hatte Fragen zu Gesamtgewicht, Reiseziel und
Autobahnnutzung, die ich trotz kurzer sprachlicher Überraschung zu seiner Zufriedenheit beantworten konnte. Dann ging es auf der Schweizer-Seite - der
Regen hatte fast direkt an der Grenze aufgehört - noch einige Zeit am Rhein entlang. Bis ich dann die Fernstraße in Richtung Wittnau verliess um schon
mal langsam nach einem "Nachtquartier" Ausschau zu halten. Und zwischen Wittnau und Aarau fand ich dann auch einen gut geeigneten Parkplatz am Waldrand
auf 670m Höhe. Kaum lag ich später im Bett, begann es vorsichtig am Dach zu klopfen - der Regen hatte mich eingeholt und blieb die ganze Nacht über
mein Gast, und das teilweise richtig heftig.
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25.05.2008 Richtung Jura - Löwenburg Am Vormittag hörten dann endlich die letzten kleinen Schauer auf und der Himmel wurde ebenso heller, wie die Temperatur stieg. Das Ziel war inmitten des Jura gesteckt - aus meinem kleinen Reiseführer war die erste Wahl auf das ehemalige Kloster Löwenburg gefallen. Hier sollte es einiges zum Anschauen nebst guten Parkmöglichkeiten geben. Aber zuerst stand natürlich die Fahrt an. Und die allein sollte schon ein Höhepunkt werden. Durch dichte Wälder, inzwischen kam auch die Sonne durch, ging es abwärts nach Aarau, Olten, Balsthal. Zwischen hohen Bergen führte hier die Straße entlang der Dünnern - es erinnerte mich stark an das Lechtal in Österreich. Und in Moutier weiter Richtung Delemont durch enge Felsschluchten erreichte ich das Jura. Was für eine herrliche Landschaft. Ein paar Kilometer nach Delemont bog ich ab auf eine kleine Nebenstraße nach Roggenburg. Plötzlich war ich fast allein auf kurvigen Straßen, die immer wieder bergauf und bergab durch Felder, Wälder und kleine Ortschaften führten. Den richtigen Abzweig zur Löwenburg fand ich schon beim zweiten Versuch ;) - das erste Mal wollte mich das Navi auf einem kleinen Feldweg locken, ich lehnte dann aber doch lieber ab. Das ehemalige Zisterzienserkloster ist heute ein ökologischer Landwirtschaftsbetrieb mit gut erhaltener Klosteranlage und auch einem kleinen Museum. Abseits von Touristentrubel war nun Entspannung angesagt. Das Auto am Rande der Befestigungsmauer auf dem Parkplatz abgestellt und dann schaute
ich mir
das Gelände an. Und da sich zeigte, dass einige Wege auf den Feldern und bis zum Wald auch von mir zu bewältigen waren, kam ich erst rund 3 Stunden später
zum Auto zurück. Fast eine halbe Stunde saß ich am Waldrand in der Sonne und schaute einfach nur auf die wunderschöne Landschaft. Im Rücken war der Wald
und ich war sehr überrascht, was da für ein Geräuschpegel herrschte. Der Wind rauschte laut in den Wipfeln und alle möglichen Arten von Vögeln versuchten
sich gegenseitig zu übertrumpfen. Vom Feld vor mir hörte ich das fast verlegene Zirpen der Grillen und aus dem Tal klang immer wieder einmal das
aggressive Grollen eines Motorrades.
Als ich zurück zum Auto rollte, zog der Himmel immer mehr zu. Ich studierte noch einmal meinen Reiseführer und entschied dann relativ schnell, die Nacht
gleich hier zu verbringen.
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26.05.2008 Am alten Steinbruch Was für ein phantastischer Reisetag sollte mir an diesem Tage bevorstehen. Was für Bergstraßen, durch was für eine phantastische Landschaft meine Tour führen würde ... Zwar wechselte ständig Regen und Sonne ab, aber dafür ging es über Strecken, abseits aller Touristenwege. Steil bergauf, dann einige Kilometer durch das Tal der Doubs und dann auf kleinen Straßen, dass ich dachte, irgendwo werde ich einfach an einem Waldrand enden. Über Weiden, durch kleine Orten, in denen freundlich gegrüßt wurde einem Autofahrer, das muss man sich mal vorstellen. Meine Stoßseufzer auf diesen Straßen wurden erhört niemals kam mir auf den besonders engen Wegen ein anderes Fahrzeug entgegen, denn das wäre ziemlich schwierig geworden. Besonders eindrucksvoll das tief eingeschnittene Tal der Doubs und die zugehörigen Ab- und Aufstiege. Quietschende Reifen in den Serpentinen, doch dank ASR und Drehmoment kein Problem für das 'kleine' Auto. Am späten Nachmittag bezog ich dann im kleinen, verlassenen Steinbruch mit Blick über das Flußtal das Nachtquartier. Und auch hier immer wieder das leichte Prasseln von Regentropfen auf dem Dach. Und dieser Regen hat halt die unangenehme Auswirkung, dass alle unbefestigten Wege in Wald und Flur nicht wirklich befahrbar waren. Deshalb tauchte so langsam der Gedanke an eine etwas vorzeitige Rückreise auf. |
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27.05.2008 Vue des Alpes - Heimreise Der Regen hatte aufgehört, doch es war dicht bewölkt. Die Reise sollte diesmal in dichter besiedelte Gegenden führen. Nach einem weiteren fast halsbrecherischen Aufstieg aus dem Doubstal ging es wieder quer über Weiden, wo das Vieh teilweise nicht einmal durch einen Zaun von mir getrennt stand. Später wurden die Straßen dann breiter und ich fuhr durch das Uhrenzentrum der Schweiz und auch dessen Hauptstadt La Chaux-de-Fonds. Und nun machte ich mich auf breiter Straße an den Aufstieg zum großen Parkplatz ganz oben auf dem Gipfel des Vue des Alpes (1289 m). Neben einigen anderen Ausflüglern und einer steifen Brise konnte ich einen Blick über das Land bis zu den Seen bei Neuchatel werfen, die allerdings vom Dunst verschleiert waren. Nach einem ausführlichem Picknick nahm ich die gleiche Route abwärts, die ich schon hinauf gefahren war, weil ich nun tatsächlich langsam in Richtung Heimat gondeln wollte. Aber erst einmal ging es eher
Richtung Westen zurück zum Doubstal (das war sozusagen der blaue Faden der Tour). Aber zuvor kurzer
Zwischenstopp im Jura-Dorf Les Planchettes und weiter über kleine Straßen nach Le Locle. Nun auf 'richtigen' Straßen mit 'richtigem' Verkehr hinab in das
bekannte Tal und hinter Les Brenets über die Brücke auf die andere Flußseite und damit auch nach Frankreich. Schlagartig waren die anderen Fahrzeuge wieder
verschwunden und so blieb ich nun hoch oben über dem Tal auf französischer Seite.Als letztes Ziel hatte ich mir die Stauferburg Landskron bei Leymen (nahe Basel) ausgewählt. Eine rechte schwierige Anfahrt, da teilweise etwas verwirrend ausgeschildert, führte mich zuerst auf den gegenüberliegenden Berghang und endete mitten zwischen Häusern an einer Wiese. Es folgte eine langsame Rückwärtsfahrt wieder hinab, bis ich eine Stelle fand, an der ich mit Müh und Not wenden konnte - großen Dank an die Rückfahrkamera. Immerhin brachte es mir auch einen schönen Blick auf die Burg ein. Die kleine Zufahrt zur Burg war allerdings durch ein Tor verschlossen und es waren auch keine geeigneten Parkmöglichkeiten vorhanden, so dass ich gezwungenermaßen wieder abreiste - und einen dummen Fehler in die Wahl meiner Weiterreise einbaute. Nach wenigen Kilometern war ich nämlich in Basel und das mitten im Berufsverkehr. Dazu kam nun auch diese enorme Hitze, die bei jedem Kilometer Richtung Norden stärker wurde. Meine Laune liess immer mehr nach. Und doch wollte ich später nicht auf die Autobahn sondern bog ab nach Saint-Louis, wo es am Grenzübergang zum nächsten Stau kam. Und als ich nach einem falschen Abbiegen dann wieder in Deutschland landete - und zwar in Weil am Rhein - dann war es entschieden. Der Wetterbericht für die nächsten Tage unterstrich das noch, denn was dann später an Gewittern herunterkam, hätte ich nicht gerne im Wohnmobil erleben wollen. So gegen 23 Uhr war ich daheim. |
24. April bis 2. Mai - Danube Cup - Billardturnier in Komarno, Slowakei |
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24.04. - 20:30 Uhr - Parkplatz in Haslach an der Mühl. Spät wie immer setzte ich mich endlich in Bewegung. Umso erstaunlicher wie gut ich vorankam und ab Passau dann auch noch auf einer sehr tollen Strecke. Doch kurz nach Überqueren der Grenze zu Österreich setzte erstmals dann der Regen ein. Als Mautverweigerer ging es jetzt auf ziemlich leeren Fernstraßen durch die Berge und fast zu spät schaute ich nach einem Parkplatz für die Übernachtung aus. Doch hier in Haslach fand ich gerade noch rechtzeitig diesen Platz, bevor zehn Minuten später die Dunkelheit die Herrschaft übernahm. |
25.04. und 26.04. - Europa Hotel in Komarno
Die Anfahrt durch Österreich im Dauerregen gewährte mir dennoch immer wieder einen Blick auf die wunderschöne Landschaft. Einmal konnte ich nur mit einer
beherzten Vollbremsung das Leben eines Fasanenhahnes retten, der wohl völlig verliebt unbedingt seiner Partnerin über die Straße folgen musste.Zeitlich gesehen völlig unpassend kam ich gegen 16:30 Uhr in Bratislava an und durfte mich in einen gewaltigen Stau auf den Zubringer zur Stadtautobahn einreihen. Und der stockende Verkehr hielt auch noch auf dem Weg aus Bratislava in Richtung Komarno einige Zeit an. Hier erklärte mir dann mein Navi, dass es in der Slowakei keine weiteren Straßen mehr gibt ... Vorsorglich hatte ich mir aber vorher eine gute Straßenkarte des Landes zugelegt und mir auch die Lage des Hotels per Internet ausgedruckt. Etwas schwierig gestaltete sich dann doch noch die Suche nach dem Hotel, denn obwohl ich bereits daran vorbei gefahren war und dann direkt dahinter parkte, hatte ich es einfach nicht gesehen. Später erfuhr ich dann, dass es nicht nur mir so gegangen war. Über das Hotel will ich jetzt lieber nichts schreiben, das verbietet mir der Anstand ;) Das Billardturnier selbst war dann sehr gut organisiert, ich habe leider nicht gut gespielt, aber was soll's - das war nur ein Anfang ;) - oder so. |
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27.04. - 20:15 Uhr - Parkplatz am Stadion von Zitavany bei Zlaté Moravce Das Turnier war beendet, die Siegerehrung und Verabschiedung erfolgt und ich machte mich auf, den landschaftlich recht langweiligen Süden des Landes zu verlassen. Bei mäßigem Verkehr fuhr ich noch ein paar Stunden nach Norden und suchte dann einige Zeit nach einem Platz zum Übernachten. Nach einigen vergeblichen Abstechern auf kleine Nebenstraßen sah ich dann die Flutlichtanlage eines Stadions und fand dann auch erfahrungsgemäß einen großen, geeigneten Parkplatz. Im Hintergrund verglühten schon die Gipfel der Tribei-Berge im letzten Leuchten der sterbenden Sonne. |
28.04. - 18:00 Uhr - Am Waldrand bei Bobrov
Und an diesem Tage sollte ich dann die landschaftlich so wunderschöne Seite der Slowakei kennenlernen. Etwa ab Banská Bystrica ging es hinauf in die Berge.
Wunderschöne frühlingshafte Wälder, schneebedeckte Gipfel am Horizont und gute Straßen, bei relativ wenig Verkehr, das machte richtig Spaß.Bei Námestovo erreichte ich dann den Orava-Stausee und fuhr an seiner Westseite weiter Richtung Norden. Kurz hinter dem Dörfchen Bobrov fand ich einen wunderschönen Platz am Waldrand zum Übernachten, mit herrlichem Blick über das Land bis zu den Gipfeln der Tatra um Zakopane. Selten habe ich eine so ruhige Nacht verbracht, nur ein paar Waldvögel gaben ab und zu einen Laut von sich und ein herrlicher Sternenhimmel breitete sich über mir aus. |
29.04. - 17:00 Uhr - Skigebiet Vratna - Malá Fatra
Von Bobrov aus ging mein Weg noch etwas weiter nach Norden und völlig überrascht war ich nach vielleicht 2 km plötzlich auf polnischen Hoheitsgebiet. Ich
folgte der Straße bis Jablonka, bog hier dann aber wieder ab in Richtung Slowakei und fuhr zurück zum Orava-Stausee, den ich diesmal an der Ostseite
passierte.Weiter ging es Richtung Zilina, doch voher verliess ich die Hauptstraße und schlug einen Haken um die Malá Fatra. Bei Terchova bog ich ab zum Skigebiet Vratna und hier am Ende des Tales gab es ausreichend freie Parkplätze. |
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30.04. - 20:00 Uhr - Parkplatz am Stadtrand von Straznice, Tschechien Der Tag begrüßte mich mit vielen dunklen Wolken. Aber ich hatte mir sowieso vergenommen, jetzt die Rückreise etwas energischer anzugehen. Und schon bald näherte ich mich der tschechischen Grenze. Doch vorher musste ich unbedingt tanken. Also wählte ich eine Tankstelle, die auch EC-Karten akzeptierte. Aber das ist dann schon ein eigenartiges Gefühl, an der Kasse zu stehen wenn der Kartenleser einfach die EC-Karte nicht akzeptieren will. Glücklicherweise durfte ich dann aber mit Euro bezahlen, denn meine slowakischen Kronen hätten da nicht mehr ausgereicht. Am Abend scheiterte ich dann in Tschechien in einer Umleitung. Mein Navi kannte ja nur die Hauptstraßen und die Ausschilderung der Umleitung war in der Dämmerung irgendwie ein Rätsel für mich. Als ich feststellen durfte, nach 20 Minuten Fahrt wieder an der gleichen Stelle zu stehen, suchte ich mir einen Parkplatz und schlief lieber. |
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01.05. - 17:00 Uhr - Waldparkplatz auf dem Libin, 985 m Nun ging es durch Hodonín nach Znojmo durch das tschechische Land bis nach Budweis. Hier verliess ich wieder einmal die Hauptstrasse und fuhr einfach hoch in den Böhmerwald. Als ich dann ein Hinweisschild zu einem Aussichtsturm am Libin sah, bog ich ab auf die kleine Waldstraße und kam zu einem schönen Parkplatz am Ende der Straße auf 985m Höhe. Trotz der Regenschauer machte ich einen kleinen Abendspaziergang und wurde dann am Ende von den Strahlen der Abendsonne beglückt. Später gesellte sich noch ein Wohnmobil mit tschechischem Kennzeichen zu mir. |
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02.05. - 18:00 Uhr - Wieder daheim Der Tag der endgültigen Heimreise. Es begann mit stockendem Verkehr und Graupelschauern. Doch ab Volary war das alles vorbei und es ging völlig streßfrei in Philippsreut über die (ehemalige) Grenze. Wunderschön der Bayerische Wald, der ist vorgemerkt für einen extra Ausflug. Bei Wörth an der Donau erwischte mich dann ein heftiger Gewitterschauer, aber der Rest der Reise war dann Routine. Gesamtstrecke 2400 Kilometer |
19. und 20. April - Geburtstagsfeier in Horrheim |
| Fifty-Fifty war das Motto - meine Schwestern wurden 50! Und die große Familienfeier mit ca. 30 Gästen fand im neuen Zuhause von Inge und Jörg statt. Im Gemeindesaal war ausreichend Platz für Gäste, Sänger (!), Tanz, Suff und Lustbarkeiten. Ach ja, Essen gab es auch sehr viel und sehr gut. Da natürlich Betten bei solchen Veranstaltung immer etwas knapp sind, hatte ich meines mitgebracht. |
29. und 30. März - Saarländische Billardmeisterschaften in Homburg |
Zum zweiten Mal startete ich bei diesem Turnier. Und tatsächlich konnte ich mich im Ergebnis zum vergangenem Jahr steigern.
Sowohl im 8- als auch im 9-Ball-Turnier belegte ich jeweils den 4. Platz. Und das als einziger "Freizeitspieler" im 12-Mann-Feld; ein ziemlich überraschendes,
wenn auch ein wenig erhofftes, Ergebnis ;)
War es am Samstagabend schon im Billardlokal ziemlich kalt, so steigerte sich das dann noch in der Nacht - die ich wieder ungestört direkt auf dem Parkplatz
vor dem Lokal verbringen konnte. Kaum war ich im Bett und hatte die ersten Traumzüge genommen, gab die Heizung ihren Geist auf - die erste Gasflasche war
also leer. Aber Held wie ich nun einmal bin, blieb ich lieber im warmen Bett liegen. Am morgen hatte es dann noch 6 Grad im Auto und ich war dennoch nicht
erforen. Als ich dann draußen bei 8 Grad die zweite Gasflasche anschloß, kam ich ich mir fast wie im Frühling vor :)Begrüßung durch den OB von Homburg folgten, der mir aber dennoch keinen Kasten Bier spendierte - er wollte nämlich vom Wohnmobilfahrer wissen, ob ich alles dabei hätte - und dann das meinerseits wieder erfolgreiche 9-Ball-Turnier. Draußen machte zum ersten Mal der Frühling Ernst; auf dem Parkplatz sonnten sich Eidechsen, ich prügelte im verrauchten Saal die bunten Kugeln in verschiedene Löcher und endlich war ich dann auch gegen 21:30 Uhr daheim - ein tolles Wochenende - wirklich! |
18. bis 27. März - Wohnwagen Winkler |
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Der Termin für die Gasprüfung war fällig, die Gel-Akkus im Aufbau waren dabei ihren Geist aufzugeben, der Lift musste gewartet
werden und endlich - die erste Außenreinigung standen an. Also durfte mein Womo über Ostern einen Werkstatt-Aufenthalt genießen. Da ich allerdings auf Grund von Job und Wetter sowieso nicht reisen konnte, blieb er eben ein paar Tage länger bei Winkler. |
08. und 09. März - An Rhein und Neckar |
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Frühling! Mit Macht meldet er sich. Temperaturen, Düfte, Blüten, Vogelzwitschern, Reiselust. Illingen, Eppingen, Walldorf (SAP - der Job gibt keine Ruhe), Schwetzingen (da muss ich noch einmal hin, ganz toll der Blick auf Schloß und Park), Mannheim, Ludwigshafen, Worms und weiter am Rhein entlang bis Gernsheim. Unterwegs war mir bereits ein Parkplatz am Rhein aufgefallen und da ich auf der folgenden Strecke nichts Passendes fand, drehte ich um und steuerte diesen Platz in Rheindürkheim an. Am Rande des Stadtzentrums, ruhig und mit Blick auf den Fluß, schlug ich hier mein Nachtlager auf. Dass sich direkt daneben die Feuerwache befand, interessierte mich in diesem Moment nicht wirklich - na, das sollte sich aber noch ändern. Denn mitten in der Nacht gab es dann natürlich Feueralarm! Und als die Fahrzeuge vom Einsatz zurück kamen, wurde es noch lauter, denn nur wurden sie auch noch penibel gereinigt. Na ja, war eine kurze, heftige Nacht, das nächste Mal parke ich sicher wieder irgendwo tief im Wald! Am nächsten Morgen nervten noch ein wenig die Glocken der nahen Kirche - es war Sonntag. Dann fuhr ich wieder Richtung Worms, durch das wunderschöne Stadttor über den Rhein weiter nach Lampertheim und Heidelberg. Und ab hier den Neckar entlang bis Heilbronn. Schönes sonniges Wetter, mild genug um mit etwas geöffneten Fenster unterwegs zu sein, mässiger Verkehr, der erst am Nachmittag zunahm, brachten mich dann wieder nach Hause. |
10. Februar - Löwensteiner Berge |
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Die Sonne lachte schon seit Tagen, am Nachmittag gab es wirklich frühlingshafte Temperaturen, während die Nächte dennoch
einige Frostgrade bereitstellten. So entschied ich mich für einen Tagesausflug, um die kalte Nacht doch lieber im warmen Bett daheim zu verbringen. Bei Untergruppenbach ab von der Autobahn, hinauf nach Löwenstein bei mäßigem Sonntagsausflugsverkehr ging es dann bald vorbei am allseits bekannten Parkplatz mit Kreuz und Ausblick. Und hier standen schon wieder soviel Motorräder, wie bei einem schönen Sommersonntagnachmittag und gaben mir einen Vorgeschmack auf den Verkehr, der mich nun erwarten sollte. Tja, und nur ein paar Kilometer weiter stockte der Verkehr, da ein blaulichtgekrönter Polizeiwagen einen im Straßengraben gestrandeten Mopedfahrer absicherte. Es sah zwar nur nach Sachschaden aus, aber sollte doch mindestens für die anderen ein Zeichen sein. Weiter ging es die B39 über Mainhardt bis Schwäbisch Hall, dann die B19 nach Gaildorf, wo ich dann von stockendem Verkehr, Menschenmassen, die die geöffneten Läden stürmten und ein paar blau gekleideten Faschingsresten empfangen wurde. Dann ab nach Murrhardt und in Sulzbach wieder zurück nach Löwenstein. So schloss sich der Kreis und ich kehrte am Abend heim. |
11. und 12. Januar - Erdweg bei Dachau |
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Und wieder Basketballspieltag der Oberliga/Süd in Erdweg. Und auch diesmal reiste ich bereits einen Tag eher an. Einmal um
mein Womo mal wieder zu bewegen, aber vor allem um mir die Anreise am Samstagmorgen zu sparen und dafür gut ausgeschlafen meine Mannschaft in der Halle zu
erwarten. Das Wetter war gut, die Autobahn fast leer - immerhin Freitag Abend - und so traf ich kurz vor 22 Uhr auf dem großen Parkplatz vor der Sporthalle
ein und schlug mein Nachtlager auf. Leider gab es im ersten Spiel eine Niederlage gegen Amberg, aber wichtiger war für uns der folgende Sieg gegen Dachau, da die Spiele gegen diese Mannschaft eigentlich nicht wirklich Spaß machen: Sehr aggressiv, bis unsportlich und seltsamerweise fast immer geduldet von den Schiedsrichtern, zumindest jedenfalls auf bayerischen Parkett. Diesmal drehten wir in der zweiten Halbzeit den Spieß um und schlugen sie mit ihren eigenen Waffen. Die anschliessende Heimfahrt war auch an diesem Samstag Abend kein Problem; ohne Staus ging es in Richtung Sonnenuntergang und in die Nacht hinein. |
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