Unterwegs 2011 |
21. und 22. November - Sonne, Alb und Nebel |
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Eigentlich wollte ich zum Bodensee, aber von diesem wurde zäher Nebel gemeldet und so suchte ich mir einen anderen Platz. Die ehemalige
Zisterzienserinnen-Abtei in Gutenzell wollte ich mir also anschauen, aber da traute ich mich dann nicht durch die enge Toreinfahrt. Aber nur zwei oder drei Kilometer vorher hatte ich ein Wegweiser zu einem
Waldfriedhof gesehen und diesem folgte ich nun. Tatsächlich - weit entfernt von jeder Ortschaft lag ein kleiner Fiedhof am Waldrand mit reichlich ruhigen Parkmöglichkeiten. Der Friedhof selbst, umgeben von einer weißen Mauer und mit einer kleinen Kapelle in der Mitte, war nicht besonders sehenswert aber dafür gab es Gelegenheit für einen ausgedehnte Nachmittagsspaziergang und dazu bot er auch eine ausgesprochen einsame Übernachtungschance. Der nächste Morgen zeite dann ein komplett anderes Bild. Alles war nun eingehüllt in dichten, grauen Nebel und machte nicht gerade Lust auf weitere Reiseunternehmungen. Aber ungefähr auf halber Strecke nach Suttgart kam ich an die Nebelgrenze. Eine ziemlich scharfe Trennung zwischen dichtem Nebel und gleißendem Sonnenschein bot ein herrliches Bild. Ab jetzt strahlte die Herbstsonne ... |
30. und 31. Oktober - Elsaß |
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Das schöne Herbstwetter nutzte ich zu einer weiteren kurzen Reise durch das Elsaß. Immer wieder schön anzuschauen die kleinen, bestens
gepflegten Ortschaften und wenn man die Hauptverkehrsstraßen meidet, ist man meist auch ziemlich allein unterwegs. In der Nähe von Rosheim übernachtete ich auf einem idyllisch und ruhig gelegenen
Parkplatz. Der nächste Morgen hüllte die Welt in dicken Nebel. Damit sank auch recht spürbar meine Reiselust. Aber da ich auf Straßenschildern gelesen hatte, dass der Odilienberg nicht mehr weit entfernt
war, ging ich diesen Weg an. Die Straße führt dann steil bergauf und zuerst brachen einzelne Sonnenstrahlen durch Nebel und Wald, dann, schlagartig, fuhr ich im Sonnenlicht. Nur eins hatte ich vergessen, Frankreich hatte Feiertag. Die Parkplätze platzten aus allen Nähten und so fuhr ich auf der anderen Seite gleich wieder bergab - und wieder hinein in den Nebel. Erst viel später, da war ich schon wieder auf der Heimreise, lichtete der sich auch in den tieferen Lagen. |
19. bis 23. September - Alpen Österreichs |
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Montag, 19.09.2011 – Chiemsee Eine unspektakuläre Anreise auf der Autobahn bis einige Kilometer hinter der Allianz-Arena der Weg auf Fernstraßen über Wasserburg zum Chiemsee weiterführte. Das Wetter war grau, windig, kalt. Alle Parkplätze hatten Geldschluckautomaten und so kreiselte ich lieber zweimal das Südufer des Chiemsees ab und schaute mir den See aus dem Auto an. Oben, in einem kleinen Ferienort südlich von Traunstein, fand ich dann einen absolut ruhigen Parkplatz für die Nacht, die dann einige Regenschauer brachte. Kalt war es sowieso. |
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Dienstag, 20.09.2011 – Salzkammergut Über Freilassing ging es dann hinein ins Österreichische und gleich quer durch Salzburg, dass inmitten des vielen Verkehrs keinen einladenden Eindruck auf mich machte und so erreichte ich bald weiter östlich den Wolfgangsee. Es folgte ein Zipfel vom Attersee ehe ich eine schmale Bergstraße zum Langbathsee empor kletterte. Hier nahm ich mir dann die Zeit für einen kleinen Spaziergang über den geschotterten Weg entlang des Ufers. Gut durchgeschüttelt kam ich eine knappe Stunde später zurück, Regen tröpfelte vorsichtig und es war immer noch kalt. Dann weiter mit dem Auto um den Traunsee, von dem leider nicht soviel zu sehen war, weil es oft durch lange Tunnel ging. In Gmünden hatte ich eigentlich an einen Schlossbesuch gedacht, doch das Wetter war schlecht, die Straßen verstopft und sehr früh wurde es dunkel. So fuhr ich noch ein paar Kilometer weiter und bald schon ganz allein auf einer Bergstraße Richtung Kinderland, wo mich ein einsamer, großer Parkplatz schon erwartete. |
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Mittwoch, 21.09.2011 – Seen und Berge ohne Ende Und dann war sie da, wie versprochen, die Sonne samt strahlend blauem Himmel und sollte mein ständiger Begleiter auf der Reise bleiben. Ich überlegte schon, ob ich einfach an diesem schönen Platz bleiben sollte, am Ufer des Wildbaches die Ruhe und Wärme genießen – einen ganzen Tag lang. Aber dann begannen ausgerechnet hier und jetzt Planierarbeiten am Waldweg, der noch weiter aufwärts führte, so was es mit der Ruhe vorbei und ich wieder auf der Piste. Vorbei an Schloss Scharnstein, das mehr innere Werte aufzuweisen hat, wie mein Reiseführer meint: Im Keller das „Haus der Gifte“, ein Reptilienzoo, und im anderen Teil das Österreichische Kriminalmuseum. Dann wieder durch Gmunden am Traunsee mit dem malerisch im See liegenden Schloss Ort. Aber hier war so viel Betrieb und es gab keine geeigneten Parkplätze, dass ich doch weiterzog. Zwischen steilen Felsen erwartete mich dann der Hallstätter See, wunderschön anzuschauen bei diesem tollen Wetter. Dann noch ein paar Kilometer aufwärts zum Gondelparkplatz am Dachstein mit Blick auf die Felsenwand. Die restliche Tagesetappe war dann von hohen Bergen, Pässen und grünen Almwiesen geprägt. Über den Pass Gschütt und Abtenau zum Pass Lueg in Richtung Bischofshofen. Kurz vorher bog ich aber ab und aufwärts ging es Richtung Ferienort Werfenweng; hier am Badesee wusste ich einen bestens geeigneten Parkplatz zu finden, von dem ich auch einen schönen Abendspaziergang starten konnte. |
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Donnerstag, 22.09.2011 – Berge, Sonne und Schnee Später hatte sich noch ein österreichisches Wohnmobil zu mir gesellt und es wurde eine ruhige Nacht. Am Vormittag war dann einiges an Leben um uns herum: Schulklassen enterten den Badesee mit seinen Spielmöglichkeiten; Kindergartengruppen drehten ihren Bogen und Alt und Jung testete die verschiedensten kleinen elektrischen Fortbewegungsmittel, die sie im Örtchen ausgeliehen hatten. An diesem Tag waren für mich ein paar Pässe angesagt, weniger Seen, denn es ging mitten hinein in die Alpen. Durch Bischofshofen und dann rauf zum Dientner Sattel (1357 m), immer im Blickfeld den fast 3000m hohen Hochkönig und so ab 1200m gab es die ersten Reste der starken Schneefälle des vergangenen Wochenendes zu sehen. Zell am See passierte ich durch einen ewig langen Tunnel und danach kamen die Kitzbühler Alpen, mit dem (mautpflichtigen) Tageshöhepunkt, dem Gerlospass auf immerhin 1628 m mit richtig viel Schneeresten. Nach dem Abstieg erreichte ich deutsches Gebiet und fuhr nordwärts, am Achensee vorbei und dann durch das wilde (mautpflichtige) Isartal, eine völlig naturbelassene Flusslandschaft. Nicht weit von Garmisch-Partenkirchen fand ich dann einen ruhigen Parkplatz im Wald. |
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Freitag, 23.09.2011 – Silvretta-Pass Bald kam ich in vertrautes Gebiet. Die Stecke zwischen Imst und Landeck war ich schon mehrfach auf dem Weg nach Südtirol gefahren, das war fast wie das Treffen eine alten Freundes. Ein paar Kilometer nach Landeck bog ich ab in das Paznauntal. Durch die berühmte Wintersportorte Ischgl und Galtür führte die Silvretta-Hochalpenstraße bald bergauf zur Mautstelle. Schnell zeigte sich, dass die 15 Euro sehr gut angelegt waren. Wer mal bei schönem Wetter in diese Gegend kommen sollte, darf sich das nicht entgehen lassen - malerische Hochalpenlandschaft. Auf der Bielerhöhe in 2036 m gibt es ausreichend Parkplatz, um sich die schnee- und gletscherbedeckten Gipfel anzuschauen. Ein paar hundert Meter weiter parkte ich direkt am Ufer des Vermuntsees und verbrachte einen herrlichen Nachmittag mit reichlich Höhensonne. Danach folgte ein spektakulärer Abstieg und bald war ich in Bludenz. Kein geeigneter Parkplatz war zu sehen und es war auch noch Zeit, also fuhr ich gleich weiter bis Bregenz und hatte den Parkplatz bei der Pfänderspitze ausgewählt. Doch in Bregenz traf mich das Freitagabendstauchaos. Die Autobahn war komplett "dicht" und so stand ich zwischen den Feierabendreisenden im Stau der Stadt, hatte aber immerhin einen schönen Blick auf den im orangeroten Abendlicht liegenden Bodensee. Die Lust auf eine weitere Übernachtung war mir dennoch irgendwie verloren gegangen und als ich dann auf deutscher Seite auf eine staufreie Autobahn kam, fuhr ich gleich durch bis nach Hause. |
3. und 4. September - Wochenende im Wald |
| Die hohen Temperaturen trieben mich einmal mehr in den Wald - und zwar den Schwäbisch-Fränkischen, wieder einmal. Aber selbst hier war es richtig heiß und ich suchte mir immer wieder ein schattiges Plätzchen für eine Rast. Am späten Abend landete ich dann auf einem Waldparkplatz nahe der Burg Stettenfels. Allerdings musste ich mich in eine Nische zwischen den Bäumen quetschen, da die eigentlichen Stellplätze voll waren, es wurde gefeiert, gegrillt und gesungen. |
6. und 7. August - Hochzeitsfeier im Hunsrück |
| Katrin und Kai nun auch mit kirchlicher Trauung und Feier für die Freunde. Die Hochzeitsglocken läuteten in der St. Nicolaus Kirche in Greimerath. Schon als ich hinab ins Tal fuhr, war die dicke, dunkle Wolke, dir darin festhing, kaum zu übersehen. Ich war gerade auf der Suche nach einem Parkplatz bei der Kirche, als es dann losging - aber sowas von. Blitze, Donner und Wolkenbruch. Parkplätze an der Kirche gab es keine mehr und so suchte ich unten im Ort auf einem großen Platz Zuflucht. Und da dieses Unwetter auch eine dreiviertel Stunde anhielt, erlebte ich die Trauung von außen. Danach dann im Konvoi - das Wetter war deutlich besser geworden - nach Ockfen. Im Weingut Klostermühle wurde dann bis spät in die Nacht gefeiert. Und da war ich dann auch dabei. |
22. bis 24. Juli - Porstendorf |
| Familientreffen auf dem Campingplatz in Porstendorf bei Jena zum 79. Geburtstag des Oberhauptes. Drei Wohnmobile, eine Finnhüte und für die etwas Verwöhnteren Hotelzimmer in der Stadt. Das Wetter war zumindest für den Juli 2011 erträglich, denn vorher hatte es tagelang heftig geregnet. Regentropfen gab es nur vereinzelt, dafür auch etwas Sonnenschein, allerdings waren die Nächte verdammt kühl und nur durch enges Zusammenrücken im Vorzelt ließ es sich aushalten. Ein wunderbares Wochenende mit Grillen, Trinken & Feiern in der alten Heimat. |
30. Mai bis 8. Juni - Unterwegs in Deutschland |
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Montag, 30.05.2011 – Später Start Eine wichtige Telefonkonferenz am Montag Abend an der ich trotz Urlaubs teilnehmen wollte, und Temperaturen von über 30 Grad hatten mich schnell zur Entscheidung gebracht, den Beginn des Urlaubs auf die späten Abendstunden zu verschieben. Während der Fahrt über Würzburg und Schweinfurt in den Thüringer Wald zeigte sich noch ein weiterer Vorteil der späten Reisezeit – natürlich war der Verkehr sehr viel geringer. Und zahlreiche Baustellen lagen auf der Strecke; keine Ahnung, wie das im Berufsverkehr ausgesehen hätte. Etappenziel war der Parkplatz beim Schwimmbad in Römhild; die Koordinaten hatte ich meinem Navi eingetippt. Bis etwa 22:30 Uhr hatte mich rötliches Abendlich begleitet, dann war es finster geworden. Doch der kaum erwähnenswerte Verkehr auf der „Thüringen Autobahn“ gestattete kilometerlanges Fahren mit Fernlicht, da blieb nur der Respekt vor den Tieren des Waldes. Und tatsächlich stand dann ein Fuchs am Wegesrand, aber vor Schreck wie festgetackert. Es folgten nun 20 Kilometer über völlig einsame Landstraßen und durch menschenleere, schlafende Ortschaften. Nur zwei Igel und eine Maus begegneten mir noch, ohne körperliche Defizite durch diese Begegnung ertragen zu müssen. Tja, und dann kam ich an die Stelle, an der der Parkplatz hätte sein sollen … aber da war nur eine abschüssige Grasfläche, nicht mal die Andeutung einer Parkmöglichkeit. Vermutlich hatte ich mich wohl etwas bei der Eingabe der Breitengrade vertan. Nun blieb mir nichts anderes übrig, als der Straße zu folgen und zu hoffen, irgendwann eine andere geeignete Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Ungefähr eine Stunde später war das auch gelungen – ein kleiner einsamer Parkplatz etwas abseits einer Nachts kaum befahrenen Landstraße. |
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Dienstag, 31.05.2011 – Rennsteig Spät war ich ins Bett gekommen, also stand ich auch spät auf. Nun war doch einiger Verkehr auf der Straße, aber nicht wirklich störend. Ein paar Regentropfen klopften auf das Dach, aber der Wetterbericht hatte mich ja schon auf Gewitter und Regen eingestellt. Die Tour ging nun immer entlang des berühmten Rennsteigwanderweges. Überall gab es schöne Picknickplätze, deren größere auch gut zum Übernachten geeignet schienen; ich war aber noch früh dran und wollte wegen der angekündigten Unwetter auch nicht unbedingt mitten im Wald nächtigen. So genoss ich weiterhin die wunderbare Landschaft des Thüringer Waldes und freute mich über das immer noch schöne Wetter. Durch enge, sehr steile Gassen ging es dann hinauf zur Gaststätte „Auerhahn“, denn hier gab es einen großen, wirklich sehr ruhigen Parkplatz, den ich mir schon mal vormerkte. Aber noch wollte ich etwas weiter – die Teiche von Ilmenau waren mein eigentliches Ziel. Und das sollte sich auch als richtige Entscheidung erweisen. Ein ruhiger Parkplatz direkt am See, viele Wanderwege um den großen und die kleinen Seen, sowie Sonnenschein und Wärme nahmen mich in Empfang. So vergnügte ich mich mit Spaziergängen gemeinsam mit Radfahrern, Kinderwagenführern und Hundebesitzern. Ein kräftiger Wind verjagte immer wieder aufkommende Wolkenformationen und ließ Gedanken an die Ostsee aufkommen. Im Park am Großen See vertrieb sich eine Gruppe Punks den Tag mit einer Frisbie-Scheibe und einigen Flaschen Bier. Gegen 6 machte ich mich auf den kurzen Weg zur Fischgaststätte am Seeufer, doch direkt vor meiner Nase schloss die Dame das Tor und ich durfte mich mit einem lapidaren „Jetzt ist geschlossen“ zufrieden geben. So drehte ich noch eine große Runde um die Seen und kehrte dann zu einem Mahl ins Womo zurück. |
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Mitwoch, 01.06.2011 – Eichsfeld In der Nacht kam dann der angekündigte Regen, aber ganz ohne Gewitter und auch nur in Schauerform, dafür aber mit Temperatursturz. Bevor ich am Morgen aus dem warmen Bett kroch, musste die Heizung erst einmal ihre Arbeit tun. Vorbei an Erfurt und Greussen ging die Reise nach Sondershausen, denn laut Wetterbericht sollte es Richtung Norden Thüringens schon wieder Sonnenschein geben. In Sondershausen machte ich einen Abstecher zum Freizeitpark „Possen“, aber zum einen war der Parkplatz gebührenpflichtig und zum anderen wurden gerade Busladungen von Senioren abgeliefert, das war mir doch zuviel an Menschen. Die Talsperre Kelbra lag am Weg, mit einem großen Parkplatz, aber noch war es zu früh zum Ankerwerfen. Rechts ging es zum Kyffhäuser, doch ich bog links ab und erreichte bald den Unteren Harz. Die nächsten Kilometer fuhr ich sozusagen auf der Wetterscheide. Linker Hand, Richtung Süden, hingen dichte, teilweise dunkle Wolken am Himmel, während rechts, Richtung Norden, blauer Himmel strahlte. Am frühen Abend erreichte ich mein Ziel, einen Wanderparkplatz nahe der Burg Bodenstein. Kurz vorher war allerdings die Zufahrtsstraße komplett gesperrt und ich wollte schon kehrt machen, doch ein alter Bauer, der gerade an seinem Hoftor stand, machte mir Zeichen, einfach weiter zu fahren. Und tatsächlich war nur wegen Kanalarbeiten ein Teil der oberen Asphaltschicht der Straße entfernt und ich konnte problemlos die 20 Meter Baustelle bewältigen. Vom Parkplatz aus folgte ein Spaziergang Richtung Burg. Aber die Straße führte immer steiler bergab und ich war schon am Überlegen umzukehren, weil mir sonst der Rückweg zu anstrengend kommen würde. Aber da war dann die Gaststätte „Burg Bodenstein“ mit einem netten Biergarten. Zur Burg selbst ging es noch einmal steil bergab, die Dächer konnte ich schon sehen. Aber ich entschied mich dann für ein wunderbares Thüringer Rostbrätl und ein kühles Urkrostitzer Pils dazu, auch das ist ja Kultur; außerdem musste ich dann mit vollem Magen den Weg bergauf noch bewältigen. In der Sonne neben dem Womo klang der Tag aus. |
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Donnerstag, 02.06.2011 – Harz Kalt war die Nacht, dafür auch sehr ruhig. Das Womo hatte ich schon so geparkt, dass die Morgensonne darauf fallen würde und so konnte ich mir diesmal die Gasheizerei sparen. Es war Vatertag; früher nannten wir es Männertag, damit wir auch unseren Spaß haben konnten, ohne schon Vater zu sein. Schon bald tauchten die ersten Wanderer, teils mit Frau und Kind, oder aber mit Flasche oder Büchse auf. Unterwegs kamen mir dann auch Böller-, Leiter- und sonstige Wagen entgegen. In der Nähe von Ausflugslokalen waren die Straßenränder von Autos und Wanderern gesäumt, so dass besondere Vorsicht geboten war. Und so ging es dann durch den Harz, auch kurzzeitig mit Blick auf den Brocken. Am Nachmittag waren dann aus manchen Männern wahre Bieropfer geworden. Ein paarmal traute ich mich nur im Schritttempo an den Gruppen vorbei, weil ich jederzeit mit Überraschungen rechnen musste. Ein kurzer Abstecher an die Rennstrecke in Oschersleben war nicht besonders spannend, auch wenn der Parkplatz voller Zelte und Wohnwagen stand, was auf ein Rennwochenende hinwies. Ich fuhr noch weiter in Richtung Magdeburg und fand an einer wenig befahrenen Landstraße einen Parkplatz direkt an einem kleinen Teich, ganz für mich allein. Und hier gönnte ich mir zum Vatertag dann auch eine Flasche Bier. |
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Freitag, 03.06.2011 – Altmark und Wendland Die Nacht war dann doch etwas unruhiger geworden als gedacht, jedenfalls der erste Teil davon. Ein paar Kilometer entfernt gab es eine große Party. Zuerst mit Techno- und Dance-Rhythmen, aber dann mit Ballermann-Feten-Hits, wobei auch kräftig mitgegrölt wurde. Aber 1 Uhr war es dann vorbei und es gesellte sich noch ein VW-Bus zu mir auf den Parkplatz. Ich entfernte mich nun wieder aus dem Dunstkreis von Magdeburg in Richtung Salzwedel. Damit erreichte ich auch das ehemalige Grenzgebiet und das war tatsächlich ziemlich dünn besiedelt. Kilometerlang führte die Straße durch ausgedehnte Wälder, nur ab und zu lag eine kleine Siedlung am Wegesrand. Dafür waren eine Menge LKW's auf der Strecke unterwegs, was mich aber nicht besonders störte, weil ich es nicht eilig hatte. Zweimal verließ ich die Hauptstraße und kam mir gleich wie in einer anderen Welt vor - übles Kopfsteinpflaster, einfach endente Straßen und keine Menschenseele weit und breit. Der dritte Abstecher ins Ungwisse führte zum Erfolg. Direkt am Waldrand, an einer ganz schmalen Straße, nahm mich ein großer, schattiger Waldparkplatz auf. |
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Samstag, 04.06.2011 – Elbe und Lüneburger Heide Oh ja, das war wirklich eine ruhige Nacht gewesen, dementsprechend lang habe ich geschlafen; mit Vogelstimmen im Ohr und Waldduft in der Nase. Mir fehlte fast ein wenig die Lust weiterzufahren, denn immerhin sollte mich Sonne satt und Hitze bis zu 30 Grad erwarten. Ersteinmal schlug ich einen Haken nach Nordost, zur Elbe. Die Elbuferstraße führte einige Kilometer in Sichtweite des Wassers und des sandigen, nicht begradigten Ufers. Bei Neu Darchau entfernte sich die Straße aber von der Elbe und auch ich bog nun ab nach Westen - auf meist kaum befahrene Straßen und durch dichte Wälder, über den Elbe-Seiten-Kanal, dem ich auf einem Feldweg auch eine ganze Strecke folgte. Bei Holzen, nahe Lüneburg, wollte ich mir verkittete Sandsäulen in einem Steinbruch anschauen, aber die Anfahrt erwies sich, jedenfalls für ein Wohnmobil, zu abenteuerlich. Ein schmaler Feldweg teilte sich plötzlich in drei Alternativen … und das ohne Hinweisschild. Ich tippte eigentlich auf die mittlere, aber die war so dicht zugewachsen, dass ich mich nicht traute und den rechten Weg wählte … und der sich als Niete erwies. Einen zweiten Versuch sparte ich mir lieber. Bei Faßberg lockte ein Wacholder Park, den musste ich natürlich anschauen. Auch der war nicht ganz einfach zu finden, erst auf den letzten Kilometern gab es dann Hinweisschilder, nur leider war der Parkplatz wegen Erneuerungsarbeiten bis Ende Mai geschlossen. War ich wohl zu früh dran, ha ha. Jetzt begann die Suche nach einem ruhigen Übernachtungsplatz, die Sonne knallte direkt durch die Scheibe auf mich, das war wirklich nicht mehr angenehm. An einer kleien Straße fuhr ich an einem Hinweisschild „Steingrab“ vorbei, wendete bei der nächsten Gelegenheit und konnte wieder eine stille Nacht erschlafen. Kein Mensch weit und breit. |
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Sonntag, 05.06.2011 – Mehr Heide In der Abenddämmerung hatte ich etwa 70 Meter vor mir den Kopf eines Rehs im Feld entdeckt und ihm eine ganze Zeit zugeschaut, vermutlich ein Kitz, das auf seine Mutter wartete dachte ich so. 8 Uhr war Wecken angesagt – meinte jedenfalls der Specht, der direkt neben mir begann einen Baum zu bearbeiten. Glücklicherweise verzog er sich nach 10 Minuten und ich stand erst zu urlaubsgerechter Zeit auf. Und wie auf Kommando erhob sich etwas später auch des Rehlein und stapfte vorsichtig durch das Feld. Jetzt konnte ich sehen, dass es kein Kitz mehr war, aber auch noch nicht ausgewachsen, also ein Halbwüchsiges, das hier auch die Nacht verbracht hatte. Dann flog ein Kuckuck vorbei, eine Drossel pickte Würmer vom Weg und andere lustige Vögelein gaben sich die Ehre. Und doch fuhr ich weiter, wieder kreuz und quer durch die Lüneburger Heide. Schwere Gewitter waren angekündigt, aber erst am späten Nachmittag zeigten sich erste dicke Wolken. Am Steinhuder Meer, dem größten Binnensee Niedersachsen wollte ich mich nach einer schönen Raststelle umschauen, aber ich kam mir ein wenig wie an der Ostsee vor. Vom See war gar nichts zu sehen, die Parkplätze alle weit weg vom Wasser und nur kleine Stichstraßen führte in Richtung Strand, da braucht es wohl einen Einheimischen um was Schönes zu finden. Aber auf einem sehr schönen Parkplatz am Moorhaus mitten im Wald machte ich Rast - Parken für Womos zwischen 22 und 6 Uhr verboten. Und wie ich da ausruhte, tauchte plötzlich ein Streifenwagen auf und hielt weiter vorn bei einem schwarzen A3, um den eine ganze Familie herumlief und -stand. Ich wusste nicht, was da los war: Hatten die auf einem Parkplatz falsch geparkt? Blöde Idee, klar. Fotos und Notizen wurden gemacht und 20 Minuten später waren alle verschwunden. Ich musste ja sowieso an der Stelle vorbei fahren und dann sah ich es: Ein Haufen Glas von einer Autoscheibe. Parkplätze an beliebten Ausflugszielen sind alles andere alles sicher. Obwohl ja die meisten Autos wohl direkt vor der eigenen Haustür aufgebrochen werden … Ich fuhr also weiter zum Dümmer See, immerhin der zweitgrößte des Landes. Und der war im Südwesten Vogelschutzgebiet, die Erholungssuchenden müssen sich im Norden aufhalten. Und aus meinem Reiseführer wusste ich, dass es da einen wunderbaren Wanderparkplatz gab, den ich natürlich ansteuerte. Nun grummelte es aber ordentlich am Himmel, finstere Wolken waren aufgezogen, im Womo hatte es 35 Grad, richtig durchlüften war nicht möglich, weil es von Mücken nur so wimmelte. Dennoch wollte ich raus, bevor das Gewitter hier war und rieb ordentlich Autan auf alle freien Körperstellen. Vom Dammweg konnte ich über das Riedgras etwas vom See entdecken, drehte auch eine längere Runde mit aufmerksamen Blick zu den schwarzen Wolken, den Blitzen und den Regenschleiern, die aber noch weit weg am Horizont waren. Zumindest dieses Gewittergebiet zog weit westlich vorbei. Aber die Nachrichten hatten für die Gegend Unwetterwarnung ausgerufen, mit allem drum und dran. Also zog ich mich dann doch ins Womo zurück und erwartete die Ereignisse. |
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Montag, 06.06.2011 – Moorspaziergang Nichts war es dann gewesen, alle drei Gewitterfronten zogen weit entfernt vorbei, nur ein paar Regentropfen verirrten sich bis zu mir. Dafür blieb es die ganze Nacht unheimlich schwül, so dass ich wohl erst morgens eingeschlafen bin. Kurz nach Mittag bremste ich ab auf einem Wanderparkplatz am „Großen Torfmoor“ in der Nähe von Lübbecke. Ein ca. 3 Kilometer langer Rundweg führte um einen Teil des Moores und den wollte ich mir zur Entspannung vornehmen. Abgesehen von einigen Steinen und Sandlöchern war das auch eine sehr interessante Tour. Eine erstaunliche Pflanzenwelt, Teiche, morastige Tümpel und alle möglichen Vogelstimmen – selbst eine streitende Gruppe von Möwen – durfte ich erleben. Dann kam ein Teil des Weges, der aus Holzschwellen bestand; kein Problem eigentlich. Aber am anderen Ende war eine ziemlich hohe Stufe, die ich wohl herunter konnte, mir aber nicht sicher war, wieder hoch zu kommen. Also stand die Entscheidung an, umkehren und den sicheren Heimweg wählen, oder weiter - wird schon klappen. Klaro, ich hopste die Stufe runter. Und schon ging es los. Der Weg teilte sich, nach links, über alte Holzplanken hinein in den Wald, nach rechts über Schotter weiter weg vom Parkplatz. Ich natürlich rein in den Wald, auch klar. Dann ging es um die erste Kurve und mir wurde etwas mulmig. Eine kleine, aber nicht zu verachtende Steigung. Dazu auch noch mit ein paar Holzstufen, jedoch hatten die Radfahrer schon einen kleinen Weg darum geschaffen, den ich mich auch hochquälen konnte. Nun konnte ich erst einmal wieder schöne Pflanzen und Düfte genießen, bis dann der Wald dichter wurde und wilde Monstermücken aus ihren Verstecken auftauchten – ich hatte das Autan vergessen. Also Gas geben und durch. Wenns nur gegangen wäre. Plötzlich war der Weg einfach zu Ende. Jetzt wurde mir doch unheimlich, bis ich mir das Ende des Weges genauer anschaute. Ein großer Busch war umgestürzt und niemand hatte ihn entsorgt. Dafür führte links am Hang ein Trampelpfad darum herum. Schon durfte ich mich wieder entscheiden. Was wohl, ich versuchte den Weg. Mit ziemlicher Schräglage, auf sandigem Grund über Wurzeln und dann noch ein ganz kurzes, steiles Stück aufwärts – die Vorderräder hingen in der Luft - geschafft. War ich froh, dass ich nagelneue Bereifung aufgezogen hatte, die im Sand guten Griff fand. Aber weiter musste ich mich mit den Stechungeheuern herumärgern und legte nun einen Gang zu. Noch mal, kurz vor dem Parkplatz, wollte mich ein steiler Abstieg – mit Stufen – bremsen, aber ich hatte vorher schon ein Trampelpfad gesehen, fuhr also zurück und gelangte dann mit deutlicher Verspätung und ein paar Mückenstichen am Womo an. Mit diesem war ich dann auch noch etwas unterwegs und landete am Ende am Stadion in Lotte, Teutoburger Wald. Gewitter zogen vorbei. Es regnete, sehr wenig. |
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Diensstag, 07.06.2011 – Teutoburger Wald Am Morgen fauchte ziemlich heftiger Wind durch die Bäume, aber auf dem geschützten Parkplatz bewegte sich nichts. Graue Wolken bedeckten den Himmel und gelegentlich regnete es noch ein wenig. Aber nach dem Mittag rissen die Wolken auf, es wurde heiter, so wie ich auch, und auch die Temperaturen lagen dann bei optimalen 25 Grad. Nun also Teutoburger Wald - kreuz und quer ging es durch dieses schmale, langgezogene Gebirge. Bielefeld streifte ich kurz, ebenso Paderborn. Am späten Nachmittag wollte ich zu den Externsteinen, eine der Touristenattraktionen der Gegend, doch der gebührenpflichtige Parkplatz gefiel mir nicht und ich fuhr weiter, jetzt mitten rein in den Wald. Am Abend kam ich zur Aalbachtalsperre. Der eigentliche Parkplatz gefiel mir auch nicht besonders, aber ein Hinweistafel wies auf einen zweiten Parkplatz, 100m weiter, hin. Den nahm ich dann gerne an; allein und ruhig, nur gelegentlich kamen ein paar Radfahrer vorbei, staunten über den einsamen Rollifahrer, der am Picknicktisch ein Notebook bearbeitete. Habe ich eigentlich schon mal meine Todfeinde erwähnt? Boah, wie ich diese Mücken hasse. Es hatten mich gestern doch ein paar mehr erwischt und dennoch saß ich wieder hier im Freien und hoffte: Hier gibt es keine. Was sich glücklicherweise bewahrheiten sollte. |
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Mittwoch, 08.06.2011 – Hessen und heim Nahe bei Winterberg fuhr ich zum "Kahlen Asten", mit 841 m der zweithöchste Berg Westfalens. Doch tiefhängende, dunkle Wolken und trübes Licht liessen nichts vom berühmten Fernblick erkennen, also weiter. Auf schmalen Steigungen des Westerwaldes ging es hoch zum Druidenstein, ein sehenswerter Basaltkegel, um den sich alte Geschichten ranken. Weiter ging es durch den Taunus und nun hoch zum Feldberg. Aber hier war es mit dem Wetter auch nicht viel besser und meine Rast dauerte nicht sehr lange. Nun war ich ja schon kurz vor Frankfurt, es begann wieder leicht zu regnen, der Wetterbericht kündigte mehr davon an und so wählte ich schon bald den Weg zur Autobahn und war dann nachts daheim. |
08.05. - Heimatkurs |
| Bei dem Wetter musste ich dann doch noch mal raus. Und so ging es Richtung Stromberg-Heuchelberg durch Sachsenheim, Freudental, vorbei an Tripsdrill und weiter auf vielen kleinen Straßen. Als der Diesel dann zur Neige ging, kehrte ich um. Es war Abend geworden. |
22.04. bis 24.04. - Bayerisch Ostern |
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Technische Probleme verzögerten leider meinen mehrtägig geplanten Osterurlaub und so lagen die Ziele auch in der "näheren" Umgebung. Eine Fahrt von Schwaben nach Franken bei herrlichen Sommerwetter endete am Abend in einen kleinen Ort namens Merkendorf, in der Nähe von Nürnberg. Das Städtchen mit seiner schönen Stadtmauer und den hübschen Häusern schaute ich mir in aller Ruhe an und am Ende gab es dann noch einen tollen Sonnenuntergang zu beobachten. Den folgenden Tag war ich dann meist am Rande des Bayerischen Waldes unterwegs. Mein erstes konkretes Ziel war der Waldwipfelweg bei Maibrunn. Doch als ich bergauf durch die vielen Kurven fuhr, klatschten bei strahlenden Sonnenschein plötzlich Regentropfen auf die Scheibe und oben auf dem Gipfel empfing mich eine finstere Gewitterwolke mit noch mehr Wasser von oben. Der große Parkplatz leerte sich schon wegen des Wetters, wäre für eine Übernachtung auch gut geeignet gewesen, aber ich wollte noch etwas weiter. Am Ende des Tages landete ich so an der ehemaligen Abtei Oberalteich, schaute mir auch noch die Kirche an und hatte eine sehr angenehme Nacht. Die Heimreise führte dann immer entlang der Donau - Ingolstadt, Neuburg, Donauwörth. |
2.04. und 3.04. - Fränkische Seenlandschaft |
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Am Samstag Morgen erst fand ich ein Ziel für die Reise in den Sommer Anfang April. Für Touren im Wald war es zu früh und zu nass, also suchte ich
einen anderen Ort. Die fränkische Seenplatte kam mir ganz spontan vor Augen und das Navi bekam den Altmühlsee programmiert. Leider zeigte sich dort aber, dass sämtliche Parkplätze gebührenpflichtig und
dazu auch noch prall gefüllt waren. Nachdem ich also mehrere von ihnen angefahren hatte, entschied ich mich dazu, weiter zu fahren, zum Große Brombachsee, denn den hatte ich in guter Erinnerung. Und dort fand ich dann das, was ich suchte. Einen ruhigen Parkplatz direkt am See und ebenso ruhige Umgebung, relativ wenig Menschen waren unterwegs. Bei meinem Spaziergang um den See wurde ich von einem älteren Herren angesprochen, dieser suchte Gesellschaft, weil er auf seine Frau wartete. Wir aßen gemeinsam etwas in einem kleinen Biergarten mit Seeblick und er erzählte mir sein halbes Leben, wobei sich dann auch noch herausstellte, dass ich seinen Sohn kannte, durch berufliche Kontakte :) Sonnenuntergang folgte und um 7 Uhr auch noch der Sonnenaufgang, den ich aber vom Bett aus bewunderte, weil mir 10 Grad im Auto zu kalt zum Aufstehen waren. Auf Nebenstraßen fuhr ich später Richtung Schwäbisch Hall und kam zu Hause an, als die ersten dicken Wolken den Himmel eroberten. |
27.03. - Kochertal |
| Der erste Frühlingsduft zog mich hinaus. Auf kleinen, wenig befahrenen Straßem zwischen Kocher und Tauber ergötzte ich mich an den ersten blühenden Sträuchern und der vorsichtig grünenden Natur. Dazu stimmten mich die verschiedensten Vogelstimmen auf den Beginn der neuen Reisesaison ein. |
11. und 12.02. - Donauwörth |
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Spieltag RBBL-Oberliga/Süd in Donauwörth ... und ich hatte keine Lust am Samstag 5 Uhr aufzustehen. Also stieg ich schon am Freitag Abend um ins
Wohnmobil und fuhr durch Dunkelheit und Regenschauer an die Donau. Die Autobahn meldete reichlich Feierabendstaus und so fuhr ich 'über Land'. Allerdings natürlich auch hier viel Verkehr, jedoch nur bis
kurz nach Aalen, danach war ich fast allein auf der Straße; eine ziemlich einsame Gegend. Der Parkplatz direkt vor der Sporthalle im Stauferpark ließ mich eine ruhige Nacht genießen, nur das Prasseln von immer neuen Regenschauern war zu hören. Am Morgen weckten mich zuerst ein paar Vögel, später die Herrschaften des Teams, die wohl dachten, ich liege noch in den Federn. Nach zwei erfolgreichen Spielen fuhr ich dann wieder heim, konnte nun im Tageslicht die einsame Gegend noch einmal bewundern, denn auf der Autobahn gab es wieder lange Staus. Württemberg empfing mich dann sogar mit abendlichen Sonnenschein, doch für einen weiteren Ausflug war ich nicht mehr fit genug :) |
Viel Schnee in diesem Winter |
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31.12.2010 + 1.1.2011 - Silvester in Ettlingen |
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Der Job, aber vor allem das Schneechaos in Europa liessen diesmal keine ausgedehnte Silvestertour zu. Selbst mein anfängliches Ziel 'Bodensee' strich
ich im letzten Moment wieder von der Liste. Mein Kartenstudium brachte dann die Idee nach Ettlingen zu fahren, dort am Berghang des Schwarzwaldes einen Parkplatz mit Blick auf Karlsruhe zu suchen. Nun ja,
auch das kam alles ein wenig anders ... Nicht dass ich Etttlingen nicht gefunden hätte, aber leider nicht den passenden Parkplatz dazu. Und überall Schnee. Kleinere Straßen waren für mich kaum befahrbar, das wollte ich gar nicht erst riskieren. So steuerte ich dann einen Stellplatz am Sportpark an, der auch groß genug war, aber leider keinen Ausblick zu bieten hatte. So wollte ich dann im großen Schwung über den Platz meine Reise noch etwas fortsetzen, als das Auto plötzlich nicht mehr wollte bzw. konnte. Die Hinterräder waren in einer ausgefahren, eisigen Rinne hängengeblieben. Mein erster Gedanke: 'Klar, so muss dieses Jahr ja enden. Silvester und festgefahren auf einen kalten, einsamen Parkplatz.' Aber so schnell gab ich natürlich nicht auf. Zuerst einmal die Anti-Schlupfregelung ausgeschaltet und dann angefangen mit "Wippen". Minutenlang nach vorn und wieder nach hinten. Erst tat sich gar nichts, aber nach rund 10 Minuten wurden die Bewegungen stärker und ich kam tatsächlich wieder frei. Für mich aber das Ende der Reise, puh. Noch schnell einen sicheren Platz gesucht und dann auf das Ende des Jahres gewartet. Gegenüber war eine Wohnsiedlung. Und so hatte ich dann um 0:00 Uhr noch ein ziemlich aufregendes Feuerwerk zu bewundern und einen guten Start ins Jahr 2011. |
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